Zuckerrohr statt Korn

Paraty - Zuckerrohr statt Korn

Der PARATY verkörpert die klassische Tradition der kräftigen puren Destillate, der Ort dessen Name der Cachaça trägt, entwickelte sich vor rund 200 Jahren zur Metropole für die Zuckerrohr-Verarbeitung. Damals hieß es: "Zuckerrohr statt Korn".

Noch 1908 wurde die Ortsbezeichnung "PARATY" als Synonym für brasilianische Zuckerrohr-Destillate in einem holländischen Wörterbuch aufgeführt - und noch heute heißt es: "vamos tomar uma Paraty - gehen wir einen PARATY trinken".

Saúde - Prost

Rum oder Cachaça - Zacapa 23 oder Engenho Bahia Putumujú

Rum oder Cachaça - Zacapa 23 oder Engenho Bahia Putumujú

Am 5. August stehen im Kölner Ona Mor Tiki-Drinks ganz besonders im Fokus. Um 1930 kam man auf die Modeerscheinung „Tiki“. Aufwändige Schnitzereien polynesischer Ahnenfiguren wurden en vogue und infizierten die Gastronomie-Szene. Tiki-Bars schossen aus dem Boden und griffen in ihren Cocktails die Lebensfreude der Südsee auf.

Charmant wirken auch heute noch die Tiki-Mugs (Becher), die so etwas wie die Cocktailgläser der ersten Stunde sind. Sie sind den Ahnenfiguren der Inselbewohner nachempfunden und ausgehöhlt, um möglichst große Mengen flüssiger Leckereien aufnehmen zu können.

Einer der Highlights an diesem Abend im Ona Mor ist der Cocktail IZZZ. Dieser Drink von Ralf Schumacher entwickelt, der angenehm fruchtig, leicht süßlich und frisch ist und sich sehr entspannt trinken lässt, greift die Gelassenheit und Freundlichkeit der Südsee auf. Da zu dieser Zeit viele die Ansicht vertraten, dass die Cocktailrezepte das eigentliche Kapital einer Bar seien, wurden Rezepte auch nicht mit anderen geteilt.

Aber zum Glück ist Alessandro vom Ona Mor kein Geheimniskrämer wie der Erfinder des „Zombie Cocktail“, Don the Beachcomber.

Die Basis sind:
  • 2cl Orgeat
  • 5cl frischer Orangensaft
  • 1 Hand voll Kolakraut
  • Topping: Vanilleschaum

Der Clou ist aber die verwendete Spirituose - es kann zwischen 4cl Cachaça Engenho Bahia Putumujú oder dem Rum Zacapa 23 gewählt werden.

Die Zutaten werden kräftig gerührt und das Kolakraut vorsichig mit dem Rührlöffel angedrückt. Danach werden die Zutaten ohne das Kolakraut mit viel Eis kräftig geshaked, in ein gefrostetes Sourglas abgeseiht und mit einer dünnen Schicht Vanilleschaum bedeckt.

Das Girl von Ipanema wird 50

Die Homage an die schönen Frauen (Brasiliens) feiert Geburtstag - vor 50 Jahren wurde das Lied "A Garota de Ipanema" vom Komponisten Tom Jobim und dem Dichter und Gitarrist Vinícius de Moraes geschaffen.

Schon nach den ersten Tönen summen die meisten Menschen mit: "olha que coisa mais linda, mais cheia de graça - schau mal, was für ein schöner Anblick, mit so viel Anmut". So beginnt das Lied "Girl from Ipanema".

Heloísa Eneida Menezes Paes Pinto, die an der Bar "Veloso" in Ipanema, dem Künstlerviertel, an einem sonnigen Tag vorbeischlenderte, zog die bewundernden Blicke auf sich und ließ die Herzen der beiden Freunde Tom und Vinícius höher schlagen, die wie so oft ihre Kaltgetränke genossen. Helô war damals 17 Jahre alt und wohl auf dem Weg zum Strand. Sie wurde zur Inspiration für einen der weltweit bekanntesten Songs des Bossa Novas.


Mit einer schüchtern gesungenen New Yorker Aufnahme auf der LP Getz/Gilberto von 1963 trat der Song seinen Siegeszug um die Welt an und nahm dabei ein Stück von Brasiliens Seele mit auf die Reise. Interpreten wie Frank Sinatra, Diana Krall, Louis Armstrong, Caterina Valente, Ella Fitzgerald, Nat "King" Cole und auch Amy Winehouse sangen diesen Titel. Die Herausforderung des Stückes besteht für Interpreten weniger im Tonumfang, sondern in seiner selbständigen Melodieführung. Der klangliche Reiz des schlichten Dreiton-Motivs zeigt sich in dem vieldeutigen Spannungsverhältnis aus Melodietönen und begleitenden Akkorden.

Die Musiker des Bossa Nova begriffen ihren Stil als betont urbane, intellektuelle und „coole“ Weiterentwicklung älterer Formen des Sambas. Dazu entwickelten sie einen neuartigen (und als sehr provokativ empfundenen), leisen Gesangsstil, der so wirken sollte, „als ob man dem Zuhörer ins Ohr flüstere“. Gerade Gilberto wandte sich gegen den dramatischen oder pathetischen Gestus der Popmusik seiner Zeit: „Der Text darf nicht von Tod, Blut oder Dolch sprechen“.[19]

Die traditionelle Zweiteilung des Rhythmus in einen „leichten“ und einen „schweren“ Beat pro Takt wurde vom Samba übernommen. Die überraschend harmonischen Auflösungen der Motive wie bei dieser Hymne des Bossa Nova, führten dazu, dass neben dem Jazz die Musik des Impressionismus als Haupteinfluss des Bossa Nova gilt - und in der Tat hatte Jobim in seiner Jugend viel Zeit mit dem Studium von Claude Debussys und Maurice Ravels Klaviermusik verbracht.[10]

Helô - heute 67 Jahre - moderiert im brasilianischen Fernsehen Shows und trat früher in einigen TV-Soaps auf und wurde mehrmals im Playboy abgelichtet, letztmals 2003 mit ihrer Tochter. Sie betreibt heute auch das Modelabel "Garota de Ipanema".

Jobim und Moraes offenbarten ihr erst 2 Jahre später, dass sie die Inspiration für das mittlerweile berühmte Lied gewesen war. Die Frau von Gilberto - Astrud - sang dann das Lied, dass Weltruhm erlangte - auch wenn es für eine andere Frau bestimmt war. Über 200 Versionen existieren heute - und es ist damit das meist gecoverte Lied der Welt - nach "Yesterday" von den Beatles.

Saúde
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