Dia da Cachaça

Es ist noch gar nicht lange her, da geisterten verschiedene Feiertage für Cachaça durchs Netz. Leider hat keiner der Feiertag größere Relevanz erlangt. In den USA wurde der 12. Juni promotet, in Minas Gerais der Auftakt zur Zuckerrohrernte am 21. Mai und dann gibt es in Brasilien noch der "Feiertag für das Wasser, dass der Vogel nicht trinkt" am 22. März.

Das Instituto Brasileiro da Cachaça - IBRAC hat nun für Brasilien einen neuen Feiertag ausgerufen: den 13. September

An diesem Tag soll mit dem Nationalgetränk angestoßen werden und sich auch daran erinnert werden, dass Cachaça
  • die Revolte in Rio de Janeiro 1660 auslöste,
  • für rund ein Viertel der Sklaven aus Angola eingetauscht wurde,
  • als Ersatz für Geld diente,
  • eine neue brasilianischen Kunstrichtung um Vila-Lobos 1922 (Modernistas) begleitete,
  • seit Carlos Cachaça zum Samba dazugehört und
  • die brasilianische Identität verkörpert und
  • seit dem 13. September 2001 eine geschützte Herkunftsbezeichnung besitzt.
Stoßen wir also am 13. September an - Brindamos

Cachaça artesanal - Herstellung im Video

Impressionen der Herstellung

Aufwand für guten Geschmack
manuelle Ernte des Zuckerrohres
Fermentierungszeit mindestens 15 Stunden
Destillation in Kupferbrennblasen

Cocktails mit Cachaça


Cocktails mit Cachaça gibt es mittlerweile in verschieden Varianten. Es gibt Bartender, die kreativ sind und nicht nur Erfolgsrezepte abwandeln. Cocktails müssen nicht als Variationen der Klassiker Batida und Caipirinha in neuem Gewand auftauchen, obwohl sie nach wie vor dominierend sind - Langeweile kommt da anscheinend nicht auf.

Leider wird aber selbst bei einer Caipirinha immer noch viel falsch gemacht. Interessant ist auch, dass viele Rezepte antiquiert wirken und in einer guten Bar wohl so nicht mehr angeboten werden würden.

Neu im Trend ist der London-Style: hochwertige Spirituosen werden verwendet und sollen ohne unnötigen Balast im Mittelpunkt stehen. Mit diesem Trend werden auch die Klassiker wieder populär. Ein anderer Style greift auf die Kräuter der Küche zurück: der Cuisine-Style. Die Verwendung von Rosmarin, Basilikum und anderen Kräutern sind hochwertige Alternativen. Heutige Cocktails unterstreichen eher die Spirituosen und überlagern nicht ihren Geschmack. Vor 20 Jahren war es angesagt, die Säfte in den Mittelpunkt zustellen - das ist allerdings nicht mehr in.

Hier soll eine kurze Übersicht über die unterschiedlichen Sites mit Cachaça-Cocktails gegeben werden.

  • Cachaça-Blog
    sehr ausführliche Beschreibung, Rezepte ohne Schwerpunkte, kompetent
  • Portal für Cachaça
    sehr vielfältig, moderne Rezepte mit Trendpotential, anspruchsvoll, übersichtlich
  • Delicana
    umfangreiche Auswahl, oft variiert
  • Ole´s Welt
    viele Batidas, übersichtlich und kurz
  • Cocktail-Lounge
    einfach und ohne Anspruch, umfangreich, kurze Beschreibung
  • Vermischbar
    das Rezept für die Caipirinha ist anders als auf dem brasilianischen Beispiel-Video, wenige Cocktails
  • sexy Cocktails
    nur Caipirinha und Batida
  • Cocktail-Rezepte 4u
    Standard-Variationen, Rezepte aus den 80ern, kure Beschreibung
Diese Liste ist nicht abgeschlossen - weitere Hinweise sind erwünscht.

Tag des Cachaças

Internationaler Feiertag des Cachaças - wann ist dieser?

22. März Tag des Wassers, das der Vogel nicht trinkt (Brasilien)
12. Juni International Day of Cachaça (USA)
21. Mai Dia de Cachaça (Brasilien)

In den USA wurde der 12. Juni etabliert - Hintergrund ist das angebliche und historisch schwer belegbare Verbot der Cachaça-Herstellung. Dieses soll am 12. Juni 1744 durch den König von Portugal Johann V. (João V.) veranlasst worden sein. Dagegen spricht, dass ein Viertel der zwischen 1710 und 1830 eingetauschten Sklaven laut Henrique Carneiro (Pequena Enciclopédia das Drogas e Bebidas) in Angola gegen Cachaça eingetauscht wurden.
Weiterhin bezog man damals Steuern aus der Cachaça-Herstellung. 1755 wurde Lissabon durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört - 60.000 Menschen kamen ums Leben. Allein aus den Steuereinnahmen der Cachaça-Produktion konnte ein Großteil der Wiederaufbauarbeit finanziert werden.

1635 wurde der Handel von Cachaça erstmalig in Brasilien verboten - 4 Jahre später dann auch die Herstellung. Allerdings brauchte die portugiesische Krone Geld für den Erbfolge-Krieg mit Spanien. Eine Steuerreform 1640 führte zur Aufhebung der Verbote, belastete die Zucker- und Cachaça-Produzenten jedoch finanziell. Die hohen Steuern führten zur Cachaça-Revolte in Rio de Janeiro 1660. Nachdem diese niedergeworfen war, wurde 1661 der Verkauf von Cachaça in Brasilien verboten. Cachaça konnte jetzt nur exportiert werden: hauptsächlich nach Angola. In dieser Zeit gingen viele Destillerien pleite - nur in São Paulo und Pernambuco überlebten mehrere.
1695 wurden die Beschränkungen aufgehoben und der Cachaça wurde wieder Teil des Alltages. Nach dem 1693 Gold in Minas Gerais gefunden wurde und sich Ouro Preto zur größten Stadt der südlichen Hemisphäre entwickelte, genoss man Cachaça wieder in rauen Mengen. Steuererhöhungen sollten den Konsum einschränken. 1714 wurde der Neubau von Brennereien verboten - drakonische Strafen wurden verhängt. 1718 mussten sich alle Zuckerproduzenten lizenzieren lassen.

Trotz dieser Einschränkungen vergrößerte sich im Bundesland Minas Gerais die Zahl der Hersteller. 1739 wurde der Verkauf von Cachaça durch weibliche Verkäuferinnen verboten. Aber auch das ließ die Cachaça-Quellen nicht versiegen...

1739 wurde es ein portugiesisch-königliches Privileg die Lizenzen zur Cachaça-Herstellung vergeben zu dürfen. Die gesamten Restriktionen blieben bis 1827 in Kraft: erfolglos - Dom Pedro I. hob sie auf...

Wäre dieses Datum nicht besser als Feiertag geeignet?

Kultbrasil: Brasilien - Deutschland

Wenn man sich die wichtige Rolle Brasiliens in der Wirtschaft vor Augen führt – mit São Paulo als führender Wirtschaftsmetropole in Lateinamerika - wird deutlich, dass man die brasilianische Kultur nicht unter Samba, Caipirinha und Fußball zusammen fassen kann.

Deshalb soll an dieser Stelle auf das Projekt Kultbrasil hingewiesen werden, das sich das Ziel gesetzt hat, einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der brasilianischen Kultur zu leisten. Kultbrasil ist eine Brücke zu Neuigkeiten und Hintergrundinformationen rund um Brasilien.

Schön ist, dass verschiedene Themen vorgestellt werden, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Facetten Brasiliens beleuchten.


http://www.kultbrasil.de/

Cachaça - ein vielfältiges Vergnügen

Botequim Carioca, Donnerstag, 07. April 20:00 Uhr

Im Botequim Carioca – der wohl brasilianischsten Bar Berlins – wird Genuss auch jenseits der Caipirinha zelebriert. Erneut werden an diesem Abend verschiedene Cachaças angeboten - traditionell gebrannte Destillate, die in Brasilien das Prädikat artesanal tragen dürfen und mit internationalen Prämierungen überzeugen können.

Dietrich Flath vom Portal für Cachaça wird im gesellig-legeren Rahmen den Hintergrund der Herstellung beleuchten und vielleicht mit dem einen oder anderen Mythos aufräumen können. Um zu verhindern, dass der Rahmen gesprengt wird, wird um Anmeldung gebeten.


Adresse: Botequim Carioca - Linienstr. 160 - 10115 Berlin

Cachaça - Genuss jenseits der Caipirinha

Botequim Carioca, Donnerstag, 26. März 20:00 Uhr

Im Botequim Carioca – der wohl authentischsten Bar Berlins – wird Genuss auch jenseits der Caipirinha zelebriert. Erneut werden an diesem Abend junge und gereifte Cachaças angeboten - traditionell gebrannte Destillate, die in Brasilien das Prädikat artesanal tragen dürfen und mit internationalen Prämierungen überzeugen können.

Dietrich Flath vom Portal für Cachaça wird im gesellig-legeren Rahmen den Hintergrund der Herstellung beleuchten und vielleicht mit dem einen oder anderen Mythos aufräumen können. Um das Tasting abrunden und die Geschmacksnerven neutralisieren zu können, wird auch ein brasilianischer Snack gereicht.


Adresse: Botequim Carioca - Linienstr. 160 - 10115 Berlin
Preis: 30,00 € VVK

Cachaça bald Brazilian Rum?

Seit dem 4. März wird im brasilianischen Nationalkongress über die Rahmenbedingungen für die Cachaça-Herstellung beraten. In den verschiedenen Ausschüssen des brasilianischen Parlaments werden verschiedene Aspekte, wie die Besteuerung der Produktion (IPI), die Zusammenarbeit in Kooperativen, den Vertrieb des Destillates und die Art der Herstellung an sich beraten. Ziel ist es auch, zu vermeiden, dass Ausländer in Brasilien selber mit Cachaça handeln. So soll in Zukunft das Landwirtschaftsministerium eine Autorisierung für den Handel erteilen. Es wird überlegt, den Steueranteil der Herstellung (IPI) von derzeitig 60% auf 5-10% zu senken. So soll die Schwarzbrennerei eingedämmt werden.

Spannend wird sein, wie die Verordnungen die industrielle Massenproduktion und die traditionelle Herstellung behandeln werden. Nach ersten Stellungnahmen ist zu befürchten, dass der Gesetzesrahmen auf die Massenherstellung zugeschnitten ist. Cesar Rosa - Präsident des Instituto Brasileiro da Cachaça (IBRAC) ist der Meinung, dass Cachaça gleich Cachaça ist und vergleicht dies mit Rum und Tequila. Da gebe es auch keine Differenzierung in Massenproduktion und handwerklich produzierte Destillate.

Für das Ausland erscheint die Fragestellung, ob Cachaça in Zukunft nicht als Brazilian Rum vermarktet werden soll, am wichtigsten. Der weltweit am meisten getrunkene Cocktail - die Caipirinha - soll ebenfalls standardisiert werden und per Gesetz einen Alkoholgehalt von 15-16% besitzen dürfen.

Es besteht die Gefahr der Überregulation.... aber nichts wird so heiß gegessen, wie gekocht wird und bevor das Gesetz in Kraft tritt, wird noch viel Wasser den Amazonas herunter fließen...

Tasting: Cachaça - Genuss jenseits der Caipirinha

Botequim Carioca, Donnerstag, 12. März 20:00 Uhr

Im Botequim Carioca – der wohl authentischsten Bar Berlins – wird Genuss auch jenseits der Caipirinha zelebriert. An diesem Abend werden junge und gereifte Cachaças angeboten - traditionell gebrannte Destillate, die in Brasilien das Prädikat artesanal tragen dürfen und mit internationalen Prämierungen überzeugen können.

Dietrich Flath vom Portal für Cachaça wird im gesellig-legeren Rahmen den Hintergrund der Herstellung beleuchten und vielleicht mit dem einen oder anderen Mythos aufräumen können. Um das Tasting abrunden und die Geschmacksnerven neutralisieren zu können, wird auch ein brasilianischer Snack gereicht.


Adresse: Botequim Carioca - Linienstr. 160 - 10115 Berlin
Preis: 30,00 € VVK

Lagerräumung und 20% Preisnachlass

Lagerräumung und 20% Preisnachlass auf verschiedene Cachaças! Das Portal für Cachaça schafft Platz für die kommende Saison und bereinigt das Lager. Wie lange die Aktion läuft, ließ sich nicht in Erfahrung bringen. Der Geschäftsführer Dietrich Flath äußerte nur, dass man gerne neue Sorten in das Angebot aufnehme, und um dies auch in Zukunft durchführen zu können, trenne man sich dann auch wieder von Marken. Die Aktion laufe so lange, bis die letzte Flasche weg sei.

Das Portal für Cachaça führt derzeitig Raritäten wie den Refazenda gold - ein in sehr begrenzten Mengen produzierter Cachaça, der in schottischen Whisky-Fässern reift. Ein Cachaça, der auch über das Portal für Cachaça vertrieben wurde und heute nicht mehr erhältlich ist, war der Douradinha aus Minas Gerais.

Derzeitig werden der Sempre viva und 2 Sorten aus dem Hause Portal da Chapada mit einem Preisnachlass von 20% gegenüber dem einstigen Preis angeboten.

Munich Whisky & Bar Festival

Vom 30.01.2009 bis zum 01.02.2009 findet wieder das Munich Whisky & Bar Festival auf der Praterinsel in München statt (www.munichwhisky.com).

The N.O.S.E aus Berlin empfängt im Rahmen der Messe die Besucher mit einem harmonischen Dreiklang aus gehobener Barkultur, faszinierenden Destillaten und einer Degustation in perfektem Ambiente auf der Praterinsel. Ein besonderer Schwerpunkt in der Lounge Area von The N.O.S.E.(Stand 34) werden Destillate aus Zuckerrohr sein.

Armazem Viera:

Die Manufaktur aus Florianópolis, Brasilien, gilt seit langem als Maßstab für hochwertigste Cachaça. Armazem Vieira hat von je her den Anspruch, daß Cachaça so genossen werden kann, wie es bei allen herausragenden Destillaten üblich ist: nämlich pur! Der Repräsentant von Armazem Vieira in Europa, Sascha M. Böhlken, wird am Stand vertreten sein und bei dieser Gelegenheit als Weltpremiere eine neue Sorte aus dem Hause Armazem Vieira offiziell vorstellen.


Cachaça-online:

Der spezialisierte Fachhändler aus Berlin verfügt über ein besonders breit gefächertes Angebot verschiedenster Arten von Cachaça. Es gibt wohl kaum eine Region Brasiliens, die nicht im Sortiment von Cachaça-online zu finden ist. Auch die verschiedenen Herstellungs- und Lagerungsmethoden stehen im Fokus von Cachaça-online. Der Inhaber Dietrich Flath legt dabei besonders großen Wert auf Qualität, was dazu führt, dass er ausschließlich traditionell hergestellten Cachaça im Angebot hat.

Einem begrenzten Kreis der Besucher steht die Tür der Ver-o-peso Bar, unweit der Praterinsel, für eine ganz besondere Cachaça-Probe offen. Gastgeber ist der Inhaber Valdemar da Silva, eine feste und bekannte Größe aus der Münchener Barszene. Das Ver-o-peso verfügt mit etwa 80 Sorten über die deutschlandweit größte Auswahl hochwertiger Cachaça. Durch die Degustation führen Valdemar da Silva (Ver-o-peso), Dietrich Flath (Cachaça-online) und Sascha M. Böhlken (Armazem Vieira).
Weitere Details sind im Programmheft des Munich Whisky & Bar Festival 2009 zu finden.

Der Douradinha - ein Nachruf

Die Herstellung des Cachaças Douradinha wird eingestellt. Deshalb hier ein Nachruf auf einen Cachaça der eindrucksvoll belegt hat, welche geschmacklichen Möglichkeiten Zuckerrohr entfalten kann, wenn man auf Qualität achtet. Er war ein Cachaça nach traditioneller Schule - also in Kupferkesseln gebrannt und aus fermentiertem Zuckerrohrsaft gepresst, welches noch mit der Hand geerntet wurde.

Sein Aroma war stark dominiert vom Umburana: getrocknetes Heu, Waldmeister und erdig - so präsentierte er sich. Das Umburana dominierte so vordergründig, dass Kritiker davon sprachen, er wäre unausgewogen. Für einen Vertreter der Zuckerrohr-Fraktion stürmte er in Richtung Kräuter-Destillat wie Ronaldinho zu seinen besten Zeiten. Zu verteidigen gab es nichts: weder die sonst charakteristische Fruchtigkeit des Zuckerrohres, noch die gewohnte Klarheit des Destillats. Er spielte mit den Geschmacksnerven wie die brasilianische Nationalmanschaft mit Pelé: voller Elan und immer nach vorn.

Diese Spielweise konnte begeistern - wenn man keine Tore kassierte.

Heute muss sich ein Team und ein Cachaça ausgeglichen darstellen. So wie Zagallo (el Lobo - der Wolf) den brasilianischen Fußball durch eiserne Taktik und mannschaftliche Geschlossenheit zum Erfolg führte, wird es auch für den Douradinho einen Nachfolger geben, der durch Ausgewogenheit charakterisierbar sein wird.

Zu Wünschen ist, dass die Vielfalt nicht zu kurz kommt - und da hat der Douradinho der Nachwelt seinen hohen Anspruch hinterlassen.

Cachaça ist kein Rum

Cachaça ist kein Rum! Eigentlich eine Binsenweisheit und nicht der Erwähnung wert, wenn nicht Bestrebungen existieren würden, genau dies zu ändern.

In Brasilien wird in Regierungskreisen überlegt, ob man Cachaça als Brazilian Rum bezeichnen soll. Es soll ein neues Siegel eingeführt werden, um den Export des destillierten Zuckerrohrsaftes verstärkt promoten zu können. Wenn die damit verbundenen Verarbeitungsrichtlinien eingehalten werden, darf das Produkt dann als Brazilien Rum bezeichnen werden.

Nicht mehr erlaubt werden soll demnach die doppelte Destillation. Dabei gibt es durchaus hochwertigen Cachaça, der doppelt destilliert wird. Beispielhaft sei hier auf den BiBucco aus dem Hause Casa Bucco verwiesen. Das Erhitzen des Zuckerrohrsaftes, um Keime eliminieren zu können soll ebenso untersagt werden. Dies erscheint besonders kritisch, da Zuckerrohr für viele Schädlinge und Keime eine ideale Basis bietet. Durch das Erhitzen können diese leicht und auf biologisch verträgliche Art beseitigt werden. Alternativ müssten dann andere Substanzen eingesetzt werden, um den Zuckerrohrsaft keimfrei weiterverarbeiten zu können. Viele Brennereien, die auf hochwertigen Cachaça Wert legen, erhitzen einfach und wirkungsvoll den Zuckerrohrsaft.

Bei diesem Vorhaben wird nicht auf die Qualität der Verarbeitung eingegangen. Es macht nach diesen Vorschriften kein Unterschied, ob der Cachaca aufwändig oder als billige Massenware hergestellt wird. Es ist zu befürchten, dass Brazilian Rum vielleicht schon bald als Synonym für billigen Industrie-Fusel aus Brasilien steht.

Tasting in Berlin

Die Caipirinha verhalf ihm zum Durchbruch in Europa - dabei ist Cachaça mehr als nur ein Destillat für Zucker und Limette.

Traditionelle Produkte - fernab der Massenproduktion - können mit einer großen geschmacklichen Vielfalt aufwarten. Genau diese Vielfalt steht im Mittelpunkt des Tastings. So werden junge und und vor allem auch gereifte Zuckerrohrdestillate angeboten, die pur ein Genuss sind.

Zur Degustation wird angeboten: traditionell gebrannter Cachaça, der in Brasilien das Prädikat artesanal tragen darf und mit internationalen Prämierungen überzeugen kann - diesmal aus dem Hause Casa Bucco, Refazenda, Armazem Vieira und Weber Haus. Zur Halbzeit wird wie immer ein Imbiss gereicht, um die Geschmacksknospen neutralisieren zu können.

Die Verführung findet in Berlin statt - die Leidenschaft können nur Sie entwickeln.

Donnerstag, den 19. Juni im Cadenheads um 19.30 Uhr

Fasanenstr. 4
10623 Berlin
www.the-nose.de

35,00 € VVK - 40,00 € AK

Bei Interesse melden Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Sie sich bitte bei www.cachaca-online.de

WeberHaus silver auf der World Spirits ausgezeichnet

Auf der San Francisco World Spirits Competition wurden über 700 Spirituosen aus 53 Ländern bewertet. Dieser Event - der größte in Amerika - findet jährlich statt und wird natürlich mit großer Spannung verfolgt.

Mit der bestmöglichen Bewertung - 2 Goldmedaillen - und Sieger im Sortiment der weißen Spirituosen (zu denen Wodka, Gin, Rum und Tequila gehören) war die Brennerei WeberHaus erfolgreich. Nach Auszeichnungen in Brüssel, Sao Paulo jetzt auch in San Francisco.
Die Sieger der einzelnen Segmente sollen hier Erwähnung finden:

  • Weber Haus Silver Cachaça - Best in Show White Spirits
  • Highland Park 12 Year old Single Malt Scotch - Best in Show Whiskey
  • Loujan 1979 Armagnac - Best in Show Brandy
  • Domaine de Canton Ginger Liqueur - Best in Show Liqueur

Herzlichen Glückwunsch - den Cachaça kann man übrigens im Portal für Cachaca erwerben!

Bio-Cachaça in Potsdam

Der Cachaça "Serra das Almas", der wohl als einziger das Bio-Siegel trägt, ist in der Potsdamer Filiale der Bio Company erhältlich. Der "Serra das Almas" zeichnet sich durch ökologischen Anbau des Zuckerrohres aus und durch ein nachhaltiges Anbaukonzept. Das wichtigste ist aber sein überdurchschnittlich blumiges Bouquet und sein intensiver Geschmack.
Damit wird wohl jede Caipirinha, die mit industriellem Cachaça aus dem Supermarkt gemixt wird, ins Abseits befördert.
Es sind zwei Sorten verfügbar: ein junger und ein in Garapa-Holz gereifter Cachaça.
Eine gute Möglichkeit sich den Sommer schon mal ins Glas zu holen - pur oder mit Bio-Limetten.

BIO COMPANY Potsdam GmbH & Co. KG
Schiffbauergasse 4B zur Karte
14467 Potsdam

Gestatten mein Name ist Cachaça artesanal

Gestatten mein Name ist Cachaça, genauer Cachaça artesanal. Ich komme aus Brasilien und eher selten trifft man mich auch hier zu Lande. Meinen Bruder, den industriellen Cachaça, trifft man hier dagegen fast überall.
Wir beide entstehen aus Zuckerrohr. Das ist aber schon alles was uns verbindet – nun gut der Alkoholgehalt noch. Wir beide werden oft mit Limetten serviert - als Caipirinha – mich kann man auch ruhigen Gewissens pur trinken. Während ich mich eher zu den nobleren Destillaten zähle, ist mein Bruder eher Massenware.
Was uns unterscheidet? Oh, das ist einiges – das merkt man schon beim Öffnen der Flasche. Wenn man mich öffnet, verströme ich einen fruchtig-blumigen Duft, ähnlich wie Champagner. Bei meinem industriellen Bruder, ist, wenn überhaupt nur Alkohol zu riechen. Genauso unterschiedlich sind wir beiden im Geschmack. Da habe ich wesentlich mehr zu bieten. Ich werde nämlich aus handgeerntetem Zuckerrohr hergestellt, welches fast immer biologisch angebaut wird - also aus feinster Ware. Darüber hinaus darf ich viel länger gären als mein industrieller Bruder. Denn so gibt es von mir mehr Aromastoffe zur Belohnung. Auch die Destillation unterscheidet uns beide: Während ich mit viel Gefühl in Kupferbrennblasen destilliert werde, muss sich mein Bruder durch Edelstahl-Kolonnen quälen. In der Flasche landet von mir nur der beste Teil – das Herzstück. Aber bevor es soweit ist, darf ich mich noch ausruhen – in Holzfässern. Mein Bruder landet fast immer gleich in der Flasche – der Ärmste. Das schmeckt man auch. Ich komme entspannt aus der Flasche und hab ganz viel Aroma, bin harmonisch und mild. Mich kann man auch pur trinken.
Das wohl umfangreichste Angebot traditionell hergestellter Cachaças findet man übrigens auf www.cachaca-online.de .

Cachaca artesanal – das edle Zuckerrohrdestillat.


Cachaça artesanal – das edlere Zuckerrohrdestillat.

Das eine Caipirinha mit brasilianischen Zuckerrohrschnaps bereitet wird, ist bekannt, dass es aber beträchtliche Qualitätsunterschiede gibt, ist weniger verbreitet. Der deutsche Markt wird von industriell gefertigten Produkten dominiert. Fernab dieser Massenware gelangt jedoch zusehends auch hochwertiger Cachaça – auch als Cachaça artesanal bezeichnet – auf den deutschen Markt und in den Fokus der Kenner.

Deshalb beschäftigen sich zusehends auch Sommeliers mit diesem traditionell in Kupferbrennblasen destillierten und in Holzfässern gereiften Tropfen. Trotz gleicher Ausgangsbasis – Zuckerrohr – ist der geschmackliche Unterschied zur Industrieware beträchtlich. Schon beim Öffnen der Flasche riecht man den Unterschied. Während ein industrieller Brand nach Alkohol riecht, verströmt der traditionell hergestellte Cachaça ein florales Bouquet – ähnlich wie Champagner.

Der hochwertige Cachaça artesanal ist auch pur uneingeschränkt ein Genuß – Sommeliers empfehlen übrigens eine Trinktemperatur von 14-16° - ähnlich wie Rotwein.