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12 Mythen über Cachaça - eine Klarstellung

Hauptbestandteil der Caipirinha und anerkannt als nationales Erbe, ist Cachaça voller Kuriositäten und Mythen. Als ein urtypisch brasilianisches Getränk, mit unterschiedlichsten Aromen und breiten Geschmacksrichtungen, entwickelten sich mit der Zeit Geschichten, die auch zeigen, wie wichtig das Getränk für die Brasilianer ist.

Aber welche dieser populären Weisheiten über das Getränk aus vergorenem und destillierten Zuckerrohrsaft sind wirklich wahr? Rafael Araújo, der "Cachaçaria Nacional" enthüllt einige dieser Mythen und Wahrheiten:

1 – Ein guter Cachaça ist nur der gelagerte Cachaça.
Ein weißer Cachaça, der nicht gelagert wurde, ist ein puristischer Cachaca in seiner unverfälschten Variante. Er "funktioniert" wie sein durch Holz gefärbtes Pendant - es gibt jedoch keine qualitativen Unterschiede zwischen beiden Varianten.

2 – Je länger ein Cachaça reift, desto besser ist er.
Die Lagerzeit bestimmt nicht, ob ein Cachaça gut oder schlecht ist. Generell lässt sich nur sagen, dass ein längerer Reifeprozess zu mehr Komplexität bezüglich der Sensorik führt. Letztendlich hängt alles von individuellem Geschmack ab - aber nicht von der Lagerzeit.

3 – Cachaça artesanal ist besser als der industriell hergestellte.
Der traditionell hergestellte Cachaça wird mit mehr Sorgfalt produziert. Die Alambiqueiros begleiten den gesamten Prozess der Destillation, um das Herzstück von Vor- und Nachlauf trennen zu können. Die ungewünschten Bestandteile können schädliche Stoffe beinhalten und den Geschmack beeinträchtigen. Die industriellen Prozesse sind auf die Herstellung großer Volumen ausgelegt und können systembedingt nicht mit dieser Sorgfalt umgesetzt werden. Über 500 Mio Liter Cachaça artesanal werden pro Jahr hergestellt.

4 – Cachaça sollte aus durchsichtigen Gläsern getrunken werden.
Idealerweise sieht man, was man im Glas hat, um Viskosität und Reinheit beurteilen zu können.

5 – Der teuerste Cachaça besitzt die beste Qualität.
Jeder Produzent hat seine Kosten für die Herstellung, die Flaschen und das Auftreten am Markt - hinzukommen Mehrwert- und Branntweinsteuer. Bei einem Preis von 10 Euro für eine 0,7 Liter-Flasche machen die Abgaben über 50% des Preises aus. Verpackung und Transport besitzen einen Anteil von rund 15%. So wird klar, dass das eigentliche Produkt nur eine geringe Bedeutung besitzt - und die Qualität nicht im Vordergrund stehen kann. Bei Tastings gewinnen aber nicht immer die teuersten Produkte... und eigentlich nie die Billigprodukte. Man sollte sich nicht von hohen Preisen verunsichern lassen - gerade als unerfahrener Genießer ist man geneigt, sich Maßstäbe wie Preis, Dauer der Lagerung, oder das Packaging helfend zu Rate zu nehmen.

6 – Cachaça sollte in kleinen Schlucken getrunken werden.
Gewöhnlich sollte man Cachaça in Mikro-Schlucken zu sich nehmen und langsam verkosten.

7 – Cachaça verursacht Kopfschmerzen.
Schlecht produzierte Cachaças können Kopfschmerzen verursachen. Auch gerade wenn beim Destillieren das Herzstück nicht sauber abgetrennt wird. Aber das gilt für alle Spirituosen gleich.

8 – Cachaça regt den Appetit an.
Tatsächlich erhöht Cachaça den Appetit. Aufgrund der geschmacklichen Komplexität werden die Geschmacksknospen "geöffnet" und für die Mahlzeit vorbereitet.

9 – Starker Cachaça brennt im Hals.
Tendenziell wirkt hochprozentiger Cachaça aggressiver im Hals, weil Alkohol ein hervorragendes Lösungsmittel für Aromen ist. Das "Brennen" wird aber meist von Säuren verursacht, die beim Gärprozess entstehen. Idealerweise sollte der Abgang einer Spirituose von komplexen Aromen bestimmt werden und nicht von abträglichen Alkoholen. Cachaça darf übrigens nur maximal 48% Alkohol besitzen - darüber wäre es gesundheitsschädigend.

10 – Cachaça ist unbestimmt haltbar.
In der Tat ist Cachaça unbestimmt haltbar. Allerdings können sich Alkohole und Fruchtsäuren zu Estern verbinden und so den Geschmack im Laufe der Jahre verändern. Spirituosen sollten immer dunkel und ohne große Temperaturschwankungen lagern. Keramikflaschen sind die bessere Wahl als Glasflaschen - zumindest, wenn die Flaschen nicht gleich geleert werden.

11 – Cachaça und Aguardente sind das gleiche.
Die Vorschriften regeln wie ein Cachaça beschaffen sein muss. Dazu zählt, dass Cachaça maximal 48% Alkohol besitzen darf - Aguardente darf hingegen mehr...

12 - Cachaça darf nur in Brasilien hergestellt werden.
Cachaça darf ausschließlich in Brasilien hergestellt werden. Das ist mittlerweile international anerkannt. Sowas wie BIO-Cachaça aus Dresden ist irreführendes Marketing und genauso wenig existent wie Champagner aus Thüringen. 

Rio de Janeiro Adventures

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Viel Spaß beim entdecken...

Cachaça wird immer teurer.

Die Welt schrieb vor kurzem in einem längeren Artikel über die Nationalspirituose Brasiliens. Wie die WELT schreibt, ist Cachaça im Vergleich zum gleichfalls aus Zuckerrohr gebrannten Rum das qualitativ viel hochwertigere Destillat – nur hat sich das bisher noch nicht so richtig herumgesprochen.

Über viele Jahre griffen Brasilianer, die es sich leisten konnten, lieber zu westlichen Spirituosen anstelle von inländischen Produkten, besonders Whisky der Sorte Johnny Walker war beliebt. Doch seid dem sich Brasilien erfolgreich um internationale Anerkennung und Exklusivität gekümmert hat, ist auch in Brasilien das Prestige von Cachaça gestiegen.

In den USA darf er jetzt als "Cachaça" vertrieben werden und muss nicht mehr mit der Bezeichnung "Brasilianischer Rum" gekennzeichnet werden.



In den letzten 5 Jahren verzeichnet Cachaça in Brasilien einen Absatzrückgang um 10%, jedoch stieg im gleichen Zeitraum der Umsatz um 2,5%. Das heißt Cachaça wird teurer. Der Konsument ist bereit, für eine höhere Qualität auch mehr Geld auszugeben. Es wird nicht einfach Cachaça getrunken - es wird Cachaça artesanal genossen.

Jeder Brasilianer trinkt im Schnitt erstaunliche 20 Liter pro Jahr - das ist 10-mal soviel, wie Wein. Neben Cachaça spielt nur Bier noch eine nennenswerte Rolle, von dem rund 60 Liter pro Jahr getrunken werden - das ist rund die Hälfte des deutschen Konsums. Wer sich eine Übersicht über traditionellen Cachaça verschaffen will, dem sei www.cachaca-online.de/shop1 empfohlen.

Oscar Niemeyer - Vater der architektonischen Moderne und Betonbändiger

Brasilia ist die Stadt, die man sofort mit seinem Namen in Verbindung bringt. Zusammen mit Lucío Costa wurde die neue Hauptstadt Brasiliens in atemberaubender Geschwindigkeit erschaffen. Seine Vorstellungen musste er quasi über Nacht am Zeichenbrett umsetzen. Beim Alvorada Palace hat er dabei ein bogenförmiges Dach mit bogenförmigen Trägern entworfen - solche Elemente hatte noch nie jemand vorher umgesetzt - bahnbrechend.

"Form follows Function" war für ihn fremd. Seine Linien sollten organisch und ästhetisch sein. Geschwungene Linien hängen so auch symbolträchtig als Schwarzweißphotos in Form von Frauen über seinem Schreibtisch in Rio de Janeiro.

Die strenge Orthogonalität moderner Architektur der Nachkriegszeit erweiterte er um Kreis und Kurve. Einige seiner Gebäude waren so nur schwer zu benutzen. Das Nationalmuseum in Brasilia, wird wohl nie Meisterwerke ausstellen können, weil die Architektur keine Thermik ermöglicht, die empfindlichen Gemälden gerecht werden könnte. Für das Museum Arte contemporanea in der Bucht von Rio de Janeiro wurde er gebeten, nicht nur geschwungene Wände zu entwerfen - man wolle schließlich auch Bilder aufhängen.

Wenn man den Wald sieht, sieht man nicht nur die Bäume, sagt Niemeyer, sondern auch das Dazwischen.  Zwischenräume sind seine gestalterischen Stilelemente. Auf die Räume zwischen Pfeilern und Streben kommt es ihm an. Dabei strapazierte er Beton bis an die Schmerzgrenze. Die Statik seiner Werke scheint die Schwerkraft zu besiegen - leicht und schwebend wirken sie oft.

Das UNO-Hochhaus in New York stammt von ihm und Le Corbusier, mit dem er oft zusammen arbeitete.

Nach dem Militärputsch 1964 wurde Niemeyer ins Exil gedrängt. Ihn, das Mitglied der Kommunistischen Partei, zu verhaften trauten sich die Putschisten nicht. Niemeyer ging nach Frankreich, baute in Italien und Algerien. 1982 kehrte er nach Brasilien zurück. In den USA hatte er Einreiseverbot.

In Berlin entwarf er das Interbau-Wohnhochhaus 1957. In Potsdam entwarf er 2005 ein Freizeitbad am Brauhausberg, dass aber aufgrund mangelnden Geldes nie realisiert wurde.

Niemeyer ist sich treu geblieben. Er war und ist Sozialist, er hasst Typen wie George W. Bush, und er liebt noch immer die Frauen, denen er in so vielen seiner geschwungenen Bauten ein ums andere Mal ein unsterbliches Denkmal gesetzt hat. Mit 99 hat er zum zweiten Mal geheiratet. Sein Fazit nimmt nicht wunder: Das wichtigste im Leben sind allein „Die Frauen“. Sonst Nichts.

Er starb 10 Tage vor seinem 105. Geburtstag im Krankenhaus von Botafogo in der Stadt, in der auch geboren wurde.


Das Girl von Ipanema wird 50

Die Homage an die schönen Frauen (Brasiliens) feiert Geburtstag - vor 50 Jahren wurde das Lied "A Garota de Ipanema" vom Komponisten Tom Jobim und dem Dichter und Gitarrist Vinícius de Moraes geschaffen.

Schon nach den ersten Tönen summen die meisten Menschen mit: "olha que coisa mais linda, mais cheia de graça - schau mal, was für ein schöner Anblick, mit so viel Anmut". So beginnt das Lied "Girl from Ipanema".

Heloísa Eneida Menezes Paes Pinto, die an der Bar "Veloso" in Ipanema, dem Künstlerviertel, an einem sonnigen Tag vorbeischlenderte, zog die bewundernden Blicke auf sich und ließ die Herzen der beiden Freunde Tom und Vinícius höher schlagen, die wie so oft ihre Kaltgetränke genossen. Helô war damals 17 Jahre alt und wohl auf dem Weg zum Strand. Sie wurde zur Inspiration für einen der weltweit bekanntesten Songs des Bossa Novas.


Mit einer schüchtern gesungenen New Yorker Aufnahme auf der LP Getz/Gilberto von 1963 trat der Song seinen Siegeszug um die Welt an und nahm dabei ein Stück von Brasiliens Seele mit auf die Reise. Interpreten wie Frank Sinatra, Diana Krall, Louis Armstrong, Caterina Valente, Ella Fitzgerald, Nat "King" Cole und auch Amy Winehouse sangen diesen Titel. Die Herausforderung des Stückes besteht für Interpreten weniger im Tonumfang, sondern in seiner selbständigen Melodieführung. Der klangliche Reiz des schlichten Dreiton-Motivs zeigt sich in dem vieldeutigen Spannungsverhältnis aus Melodietönen und begleitenden Akkorden.

Die Musiker des Bossa Nova begriffen ihren Stil als betont urbane, intellektuelle und „coole“ Weiterentwicklung älterer Formen des Sambas. Dazu entwickelten sie einen neuartigen (und als sehr provokativ empfundenen), leisen Gesangsstil, der so wirken sollte, „als ob man dem Zuhörer ins Ohr flüstere“. Gerade Gilberto wandte sich gegen den dramatischen oder pathetischen Gestus der Popmusik seiner Zeit: „Der Text darf nicht von Tod, Blut oder Dolch sprechen“.[19]

Die traditionelle Zweiteilung des Rhythmus in einen „leichten“ und einen „schweren“ Beat pro Takt wurde vom Samba übernommen. Die überraschend harmonischen Auflösungen der Motive wie bei dieser Hymne des Bossa Nova, führten dazu, dass neben dem Jazz die Musik des Impressionismus als Haupteinfluss des Bossa Nova gilt - und in der Tat hatte Jobim in seiner Jugend viel Zeit mit dem Studium von Claude Debussys und Maurice Ravels Klaviermusik verbracht.[10]

Helô - heute 67 Jahre - moderiert im brasilianischen Fernsehen Shows und trat früher in einigen TV-Soaps auf und wurde mehrmals im Playboy abgelichtet, letztmals 2003 mit ihrer Tochter. Sie betreibt heute auch das Modelabel "Garota de Ipanema".

Jobim und Moraes offenbarten ihr erst 2 Jahre später, dass sie die Inspiration für das mittlerweile berühmte Lied gewesen war. Die Frau von Gilberto - Astrud - sang dann das Lied, dass Weltruhm erlangte - auch wenn es für eine andere Frau bestimmt war. Über 200 Versionen existieren heute - und es ist damit das meist gecoverte Lied der Welt - nach "Yesterday" von den Beatles.

Saúde

USA: Cachaça - endlich kein brasilianischer Rum

Bis heute wurde Cachaça als "brasilianischer Rum" in den USA verkauft - doch dies wird anders!

Brasilien erreichte nach langen Gesprächen, dass man sich vom Label "Rum" trennen kann. Auf höchster Ebene wurde vereinbart, dass brasilianische Destillate aus dem frischem Saft des Zuckerrohres als "Cachaça" bezeichnet werden und nicht mehr, wie bisher als "brasilianischer Rum".

Der Vereinbarung sind langwierige Verhandlungen vorrausgegangen. Als Brasilien vor der Welthandelsorganisation mit dem Versuch scheiterte, die eigene Nationalspirituose als Brasilianisches Destillat schützen zu lassen, musste dieses Ansinnen mittels bilateraler Abkommen umgesetzt werden. Die USA sind nun ein letzter, aber wichtiger Handelspartner die "Cachaca" als brasilianische Spirituose anerkennen.

In einer feierlichen Zeremonie wurde der Vertrag am 9. April unterschrieben. Im Gegenzug verpflichtete sich auch Brasilien, Bourbon nicht mehr als einfachen Whisky zu klassifizieren. Brasilianischen Bourbon wird es also nicht mehr geben.  Die USA exportierten 2011 gerade einmal Whiskey für 3,2 Mio US$ nach Brasilien.


Zur Feier des Tages überreichte die brasilianische Präsidentin ihrem Kollegen aus den USA eine Flasche  Cachaça, besetzt mit 1 Diamanten und 211 Brilianten  im Wert von  88.000 EUR. Die Flasche beinhaltet ein Blend aus 2 Cachaças mit unterschiedlicher Qualität, der zum einen Teil 5 Jahre in Jequitibá und zum anderen Teil 5 Jahre in Eiche reifte.



Stabilitätspakt für Rum und Cachaça

Demnächst wird in einigen Regionen Brasiliens die Zuckerrohrernte beendet werden. Zeit, um zurückzublicken. Brasilien ist für 50 Prozent des weltweiten Zuckerhandels verantwortlich. In der Hauptanbauregion für Zuckerrohr, die für etwa 90 Prozent der brasilianischen Zuckerproduktion steht, wird wohl 2010 weniger geerntet werden, als zunächst erwartet war. 
So stellt sich die Frage, in welche Höhen sich der Zuckerpreis aufschwingt. So ist es kein Wunder, dass die Börse die psychologisch wichtige Marke von 30 Cents unbedingt testen will.

Es gibt einfache Gesetze in der Wirtschaft, die sogar ab und an funktionieren. Adam Smith formulierte 1776 das Postulat der unsichtbaren Hand - den Ausgleichsmechanismus von Angebot und Nachfrage. Es besagt, dass über diesen Mechanismus der Preis am Markt geregelt wird.

Das ist derzeit bei der Preisfindung für Zucker zu beobachten. "Klar, der Zuckerpreis ist hoch, das hat etwas mit der Sorge darüber zu tun, dass die brasilianische Zuckerrohrernte geringer als erwartet ausfallen wird" bestätigt ein Analyst von VTB Capital.

Auf dem abgeschotteten europäischen Markt werden diese Preisveränderungen eher eine untergeordnete Rolle spielen. Allerdings dürften sich die Freunde des Zuckerrohrdestillates mit den Preiserhöhungen auseinandersetzen dürfen.

Je höher der Preis des Zuckers, desto weniger wird Zuckerrohrsaft vergoren und destilliert - es sei denn auch die Erzeugerpreise für Cachaça und Rum steigen ebenfalls.

Der Preisauftrieb für die Konsumenten in Europa könnte nur von einem starken Euro gedämpft werden - nur dann könnten die Kosten für die Destillate im Euro-Raum weniger hoch ausfallen. Für einen starken Euro wird aber auch ein glaubwürdiger europäischer Stabilitätspakt gebraucht - und über den wird gerade verhandelt. Nach dem sich die Kanzlerin schon von Frankreich erweichen lassen hat, steht zu befürchten, dass Cachaça und Rum nun teurer werden.

Ein höherer Cachaça- und Rum-Preis würde den kleineren und mittelständischen Bauern ein höheres Einkommen verschaffen. Dazu muss das Geld aber in die kleineren Brennereien fließen. Ein Industrie-Destillat wird die Erlöse aus der Preissteigerung nur auf einige Betriebe verteilen. Voraussetzung ist aber, dass sich die Preissteigerungen auch am Markt durchsetzen lassen. Sollte der Konsument keine höheren Preise akzeptieren und statt Rum lieber Whisky und Wodka trinken, dann wird auch bald wieder der Zucker billiger - denn es gibt einfache Gesetze in der Wirtschaft, die sogar ab und an funktionieren.

Man darf also - vielleicht auch bei einem Glas Cachaça - die Diskussion um den Euro verfolgen.

Dia da Cachaça

Es ist noch gar nicht lange her, da geisterten verschiedene Feiertage für Cachaça durchs Netz. Leider hat keiner der Feiertag größere Relevanz erlangt. In den USA wurde der 12. Juni promotet, in Minas Gerais der Auftakt zur Zuckerrohrernte am 21. Mai und dann gibt es in Brasilien noch der "Feiertag für das Wasser, dass der Vogel nicht trinkt" am 22. März.

Das Instituto Brasileiro da Cachaça - IBRAC hat nun für Brasilien einen neuen Feiertag ausgerufen: den 13. September

An diesem Tag soll mit dem Nationalgetränk angestoßen werden und sich auch daran erinnert werden, dass Cachaça
  • die Revolte in Rio de Janeiro 1660 auslöste,
  • für rund ein Viertel der Sklaven aus Angola eingetauscht wurde,
  • als Ersatz für Geld diente,
  • eine neue brasilianischen Kunstrichtung um Vila-Lobos 1922 (Modernistas) begleitete,
  • seit Carlos Cachaça zum Samba dazugehört und
  • die brasilianische Identität verkörpert und
  • seit dem 13. September 2001 eine geschützte Herkunftsbezeichnung besitzt.
Stoßen wir also am 13. September an - Brindamos

Kultbrasil: Brasilien - Deutschland

Wenn man sich die wichtige Rolle Brasiliens in der Wirtschaft vor Augen führt – mit São Paulo als führender Wirtschaftsmetropole in Lateinamerika - wird deutlich, dass man die brasilianische Kultur nicht unter Samba, Caipirinha und Fußball zusammen fassen kann.

Deshalb soll an dieser Stelle auf das Projekt Kultbrasil hingewiesen werden, das sich das Ziel gesetzt hat, einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der brasilianischen Kultur zu leisten. Kultbrasil ist eine Brücke zu Neuigkeiten und Hintergrundinformationen rund um Brasilien.

Schön ist, dass verschiedene Themen vorgestellt werden, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Facetten Brasiliens beleuchten.


http://www.kultbrasil.de/