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Cachaça-Nachfrage stieg 2016 - setzt sich der Trend fort?



Das Instituto Brasileiro da Cachaça (IBRAC) feiert den Beginn des Jahres 2017 mit der Erhöhung der Cachaça-Exporte im letzten Jahr. 4,6% betrug der Absatzzuwachs - legt man den Umsatz zugrunde, dann betrug das Wachstum 7,9%.

Drinks International führt diese Zahlen auch auf die steigende Popularität der Caipirinha im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft und der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zurück. Allerdings sei die Caipirinha noch fernab der Popularität eines Mojitos.

Trotz der steigenden Nachfrage ist Cachaça nach wie vor eine Nischenspirituose. Es darf vermutet werden, dass Cachaça in Zukunft allerdings mehr Bedeutung erlangen wird. Die Ursache dafür liegt in der steigenden Qualität und in der großen Vielfalt, die außerhalb Brasiliens noch kaum bekannt ist.
Brasilien wird die Export-Anstrengungen der brasilianischen Alambiqueiros unterstützen und Importeure wie JERICOA und Portale wie Casa Cachaça werden diese Bemühungen aufgreifen.

Im letzten Jahr legte der Brasilianische Real deutlich an Wert zu. Dies lässt befürchten, dass bei diesem Trend die Preise in Europa besonders für hochwertigen Cachaça steigen werden.

Ab Werk kostet ein Liter Ende 2016 rein rechnerisch 1,678 US$. Der beste Cachaça geht also nicht immer in den Export. Der billigste Stoff, der dann auch im Supermarkt zu finden ist, kostet nur ein Drittel dieses Durchschnittes. Das versteht man dann als billig und ist so ziemlich geschmacklos.

09/05/2015 14:00 // Hotel Michelberger, Warschauer Str. 10243 Berlin 
Tasting: Cachaça discovered with Peter Holland and Avuá

Cachaça, der Geist Brasiliens, ist das älteste Zuckerrohr-Destillat in der Neuen Welt und trotz dem ist traditioneller Cachaça in Deutschland weitgehend unbekannt. Diese Spirituosengattung verfügt über mehr als zwanzig regionale Stile, über Reifemöglichkeiten in fast dreißig Hölzern wie Amburana, Jequitibá und Bálsamo. David Wondrich nennt sie "eine zutiefst handwerkliche Spirituose, die einen subtilen Geist schafft".

Peter Holland (UK), der bekannte Rum-Connaisseur lädt zusammen mit Diego Mioto (Brasilien) und Nate Whitehouse (New York) von Avuá zu einem Tasting ein, um seine Perspektive mitzuteilen und zu zeigen, wie Cachaça in die klassische Zuckerrohr-Welt mit englischen, karibischen und spanischen Rums einzuordnen ist, und wie sich die Cachaçaproduktion seit den Anfängen entwickelte, als die ersten angolanischen Sklaven aus Zuckerrohrwein Cachaça herstellten und später daraus Rum auf Barbados entstand. Und wie es sich fortsetzt.

Nate Whitehouse wird profund auf die handwerkliche Produktion von Avuá eingehen und den jahrhundertealten Geist des pulsierenden, komplexen und leidenschaftlichen Landes auch anhand von Fotos und Videos zeigen.

"Kein anderer Cachaça ist eindeutiger den Barkeepern gewidmet als Avuá" so schreibt es das Magazin "Saveur's". Avuá ist ein single-Estate Cachaça, der in Amburana und Eiche reift und weithin als eine der höchsten Cachaça-Qualitäten außerhalb Brasiliens bekannt ist.

Peter Holland ist besser bekannt für seine Lifestyle-Website, die sich mit Rum, Rhum und Cachaça auseinander setzt:TheFloatingRumShack.com. Er hat Zuckerrohr-Destillate zu seinem Lebensinhalt gemacht: weit gereist und erfahren, liebt Peter jetzt nichts mehr, als seine Leidenschaften zu teilen, um das Profil aller Zuckerrohr-Spirituosen auf das Niveau zu heben, das sie verdienen.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme
und würden gern gemeinsam Cachaça genießen.

Cachaça wird immer teurer.

Die Welt schrieb vor kurzem in einem längeren Artikel über die Nationalspirituose Brasiliens. Wie die WELT schreibt, ist Cachaça im Vergleich zum gleichfalls aus Zuckerrohr gebrannten Rum das qualitativ viel hochwertigere Destillat – nur hat sich das bisher noch nicht so richtig herumgesprochen.

Über viele Jahre griffen Brasilianer, die es sich leisten konnten, lieber zu westlichen Spirituosen anstelle von inländischen Produkten, besonders Whisky der Sorte Johnny Walker war beliebt. Doch seid dem sich Brasilien erfolgreich um internationale Anerkennung und Exklusivität gekümmert hat, ist auch in Brasilien das Prestige von Cachaça gestiegen.

In den USA darf er jetzt als "Cachaça" vertrieben werden und muss nicht mehr mit der Bezeichnung "Brasilianischer Rum" gekennzeichnet werden.



In den letzten 5 Jahren verzeichnet Cachaça in Brasilien einen Absatzrückgang um 10%, jedoch stieg im gleichen Zeitraum der Umsatz um 2,5%. Das heißt Cachaça wird teurer. Der Konsument ist bereit, für eine höhere Qualität auch mehr Geld auszugeben. Es wird nicht einfach Cachaça getrunken - es wird Cachaça artesanal genossen.

Jeder Brasilianer trinkt im Schnitt erstaunliche 20 Liter pro Jahr - das ist 10-mal soviel, wie Wein. Neben Cachaça spielt nur Bier noch eine nennenswerte Rolle, von dem rund 60 Liter pro Jahr getrunken werden - das ist rund die Hälfte des deutschen Konsums. Wer sich eine Übersicht über traditionellen Cachaça verschaffen will, dem sei www.cachaca-online.de/shop1 empfohlen.