Batidas - mehr als nur Kokos

Aus der Heimat des Cachaças kommt nicht nur der weltweit meist getrunkene Cocktail - die Caipirinha. Es wird mindestens genauso oft auch zu einer Batida gegriffen. Sie ist aus dem Alltag der Brasilianer genauso wenig wegzudenken, wie Samba oder das Girl von Ipanema. Batida heißt auf portugiesisch-brasilianisch geschlagen - das Wort leitet sich von „bater“  - schlagen - ab.

Was macht aber eine Batida aus?


Sie besteht immer aus Cachaça und Fruchtsaft mit einem eher niedrigen Alkoholgehalt. Je nach Geschmack wird noch Zucker hinzugefügt. Eisgekühlt dient sie als Erfischung.

Da die Zutaten in Brasilien allesamt sehr günstig und in bester Qualität verfügbar sind, wird die Batida typischerweise frisch zubereitet angeboten. Die Frische ist es auch, die eine Batida ausmacht. Jörg Kalinke von drinkmix - die Welt der Getränke - empfiehlt deshalb die Verwendung frischer Zutaten, möglichst mit 100 % Fruchtgehalt. Bei einem Cachaça-Tasting von JERICOA verwendete er deshalb auch den Saft einer frischen Kokosnuss und nicht den aus Dosen.

Die bekannteste Batida hierzulande ist die Batida de Côco, ein industriell hergestellter Likör aus Cachaça, Kokosnusscreme, Sahne und Zucker, die 1978 erstmalig angeboten wurde.  Seit einiger Zeit ist die "Batida de Côco" eine deutsche Handelsmarke und gehört zur Firma Henkell & Co. Sektkellerei KG. Auf der Website www.batida.de findet man dann auch nur Informationen zu diesem Produkt.

Varianten

Auch wenn in Deutschland das Klima die Vielfalt der Säfte einschränkt, lassen sich viele Varianten zaubern. Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Beliebte Variationen in Brasilien entstehen durch Hinzugabe von Minze oder aber auch von gesüßter Kondensmilch. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Charakter einer Batida erhalten bleibt und nicht als beliebiges Allerlei endet.

Brazilian Rose

6 cl Leblon Cachaça
9 cl Guavensaft
Splash Triple sec

Die Zutaten mit Eis kräftig shaken und in ein Cocktailglas abgießen.

Zuckerrohr statt Korn

Paraty - Zuckerrohr statt Korn

Der PARATY verkörpert die klassische Tradition der kräftigen puren Destillate, der Ort dessen Name der Cachaça trägt, entwickelte sich vor rund 200 Jahren zur Metropole für die Zuckerrohr-Verarbeitung. Damals hieß es: "Zuckerrohr statt Korn".

Noch 1908 wurde die Ortsbezeichnung "PARATY" als Synonym für brasilianische Zuckerrohr-Destillate in einem holländischen Wörterbuch aufgeführt - und noch heute heißt es: "vamos tomar uma Paraty - gehen wir einen PARATY trinken".

Saúde - Prost

Rum oder Cachaça - Zacapa 23 oder Engenho Bahia Putumujú

Rum oder Cachaça - Zacapa 23 oder Engenho Bahia Putumujú

Am 5. August stehen im Kölner Ona Mor Tiki-Drinks ganz besonders im Fokus. Um 1930 kam man auf die Modeerscheinung „Tiki“. Aufwändige Schnitzereien polynesischer Ahnenfiguren wurden en vogue und infizierten die Gastronomie-Szene. Tiki-Bars schossen aus dem Boden und griffen in ihren Cocktails die Lebensfreude der Südsee auf.

Charmant wirken auch heute noch die Tiki-Mugs (Becher), die so etwas wie die Cocktailgläser der ersten Stunde sind. Sie sind den Ahnenfiguren der Inselbewohner nachempfunden und ausgehöhlt, um möglichst große Mengen flüssiger Leckereien aufnehmen zu können.

Einer der Highlights an diesem Abend im Ona Mor ist der Cocktail IZZZ. Dieser Drink von Ralf Schumacher entwickelt, der angenehm fruchtig, leicht süßlich und frisch ist und sich sehr entspannt trinken lässt, greift die Gelassenheit und Freundlichkeit der Südsee auf. Da zu dieser Zeit viele die Ansicht vertraten, dass die Cocktailrezepte das eigentliche Kapital einer Bar seien, wurden Rezepte auch nicht mit anderen geteilt.

Aber zum Glück ist Alessandro vom Ona Mor kein Geheimniskrämer wie der Erfinder des „Zombie Cocktail“, Don the Beachcomber.

Die Basis sind:
  • 2cl Orgeat
  • 5cl frischer Orangensaft
  • 1 Hand voll Kolakraut
  • Topping: Vanilleschaum

Der Clou ist aber die verwendete Spirituose - es kann zwischen 4cl Cachaça Engenho Bahia Putumujú oder dem Rum Zacapa 23 gewählt werden.

Die Zutaten werden kräftig gerührt und das Kolakraut vorsichig mit dem Rührlöffel angedrückt. Danach werden die Zutaten ohne das Kolakraut mit viel Eis kräftig geshaked, in ein gefrostetes Sourglas abgeseiht und mit einer dünnen Schicht Vanilleschaum bedeckt.

Das Girl von Ipanema wird 50

Die Homage an die schönen Frauen (Brasiliens) feiert Geburtstag - vor 50 Jahren wurde das Lied "A Garota de Ipanema" vom Komponisten Tom Jobim und dem Dichter und Gitarrist Vinícius de Moraes geschaffen.

Schon nach den ersten Tönen summen die meisten Menschen mit: "olha que coisa mais linda, mais cheia de graça - schau mal, was für ein schöner Anblick, mit so viel Anmut". So beginnt das Lied "Girl from Ipanema".

Heloísa Eneida Menezes Paes Pinto, die an der Bar "Veloso" in Ipanema, dem Künstlerviertel, an einem sonnigen Tag vorbeischlenderte, zog die bewundernden Blicke auf sich und ließ die Herzen der beiden Freunde Tom und Vinícius höher schlagen, die wie so oft ihre Kaltgetränke genossen. Helô war damals 17 Jahre alt und wohl auf dem Weg zum Strand. Sie wurde zur Inspiration für einen der weltweit bekanntesten Songs des Bossa Novas.


Mit einer schüchtern gesungenen New Yorker Aufnahme auf der LP Getz/Gilberto von 1963 trat der Song seinen Siegeszug um die Welt an und nahm dabei ein Stück von Brasiliens Seele mit auf die Reise. Interpreten wie Frank Sinatra, Diana Krall, Louis Armstrong, Caterina Valente, Ella Fitzgerald, Nat "King" Cole und auch Amy Winehouse sangen diesen Titel. Die Herausforderung des Stückes besteht für Interpreten weniger im Tonumfang, sondern in seiner selbständigen Melodieführung. Der klangliche Reiz des schlichten Dreiton-Motivs zeigt sich in dem vieldeutigen Spannungsverhältnis aus Melodietönen und begleitenden Akkorden.

Die Musiker des Bossa Nova begriffen ihren Stil als betont urbane, intellektuelle und „coole“ Weiterentwicklung älterer Formen des Sambas. Dazu entwickelten sie einen neuartigen (und als sehr provokativ empfundenen), leisen Gesangsstil, der so wirken sollte, „als ob man dem Zuhörer ins Ohr flüstere“. Gerade Gilberto wandte sich gegen den dramatischen oder pathetischen Gestus der Popmusik seiner Zeit: „Der Text darf nicht von Tod, Blut oder Dolch sprechen“.[19]

Die traditionelle Zweiteilung des Rhythmus in einen „leichten“ und einen „schweren“ Beat pro Takt wurde vom Samba übernommen. Die überraschend harmonischen Auflösungen der Motive wie bei dieser Hymne des Bossa Nova, führten dazu, dass neben dem Jazz die Musik des Impressionismus als Haupteinfluss des Bossa Nova gilt - und in der Tat hatte Jobim in seiner Jugend viel Zeit mit dem Studium von Claude Debussys und Maurice Ravels Klaviermusik verbracht.[10]

Helô - heute 67 Jahre - moderiert im brasilianischen Fernsehen Shows und trat früher in einigen TV-Soaps auf und wurde mehrmals im Playboy abgelichtet, letztmals 2003 mit ihrer Tochter. Sie betreibt heute auch das Modelabel "Garota de Ipanema".

Jobim und Moraes offenbarten ihr erst 2 Jahre später, dass sie die Inspiration für das mittlerweile berühmte Lied gewesen war. Die Frau von Gilberto - Astrud - sang dann das Lied, dass Weltruhm erlangte - auch wenn es für eine andere Frau bestimmt war. Über 200 Versionen existieren heute - und es ist damit das meist gecoverte Lied der Welt - nach "Yesterday" von den Beatles.

Saúde

Reifung - fernab erhöhter Strahlung

Vor einigen Tagen wurde hier berichtet, dass brasilianische Wissenschaftler an einer Methode arbeiteten, Spirituosen reifen zu lassen, die weniger zeitaufwändig ist. Mit Hilfe radioaktiver Strahlung konnte die Reifungszeit verringert werden.

Wie aber wird sonst in Brasilien eine Spirituose, die voller Temperament die Kupferbrennblase verläßt, gezähmt?

Unter Brennmeistern ist anerkannt, dass eine Temperatur von mehr als 30°C kontraproduktiv für die Reifung ist. Rio de Janeiro, direkt am Meer gelegen, hat tagsüber eine Durchschnittstemperatur von 27,2° - das Maximum wurde mit 43,2°C gemessen. Weiter nördlich in Manaus, im Amazonas sind es am Tag durchschnittlich 31,4°C. Brasilien - bekannt für sein heißes Pflaster - bietet also keine berauschenden Vorraussetzungen zur Lagerung von Spirituosen. Zumal auch Temperaturschwankungen während des Lagerns vermieden werden sollen, um die Sprirituose stressfrei lagern zun können.

Aufgrund der hohen Temperaturen in Brasilien reift ein Cachaça wesentlich schneller - es gilt die Faustregel, dass ein Whisky, der in Schottland etwas mehr als 3 Jahre lagert, in Brasilien den gleichen Reifegrad bereits nach einem Jahr erreicht.

weitere Infos: SERRA DAS ALMAS
Auf der Fazenda Vaccaro, auf der der erste zertifizierte BIO-Cachaça Brasiliens, der SERRA DAS ALMAS hergestellt wird, greift man auf einen Baustoff zurück, der Wärme speichern kann und wasserdurchlässig ist: Lehm. Aus besonders großen Lehmziegeln wurden die Lagerhallen mit einer Wandstärke von fast einem halben Meter gebaut. So werden Temperaturschwankungen minimiert. Aber viel wichtiger ist, dass aufgrund der Wasserdurchlässigkeit der Lehmziegel es möglich ist, Verdunstungskälte entstehen zu lassen. So lagern die Garapeira-Fässer wohltemperiert am Fuße der Chapada Diamantina. 

Unverwüstlich und wohl in der Art einzigartig ist die Reifung auf der Fazenda Boa Vista, der ältesten Destillerie Brasiliens. Hier wird der CORONEL XAVIER CHAVES in über 200 Jahre alten Granittanks gereift, die per Hand in das Gestein geschlagen wurden. Granit ist vulkanischen Ursprungs und weist eine natürliche Radioaktivität auf, die wie Wissenschaftler festgestellt haben durchaus förderlich für die Reifung sein kann.
weitere Infos: CORONEL XAVIER CHAVES

Viele Produzenten lassen den Cachaça in Holzfässern reifen, die den Geschmack weiter verändern - eine Methode, die der Purist Rubens Chaves ablehnt. Für einen reinen unverfälschten Cachaça setzt er auf seine Steintanks, die unterirdisch nur minimalen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. So lagert das Destillat sanft und kann "ausruhen", wie man in Brasilien sagt.

In komplexen biochemischen Vorgängen entstehen so  feinste Destillate - auch in weniger günstigen Lagen.

Cachaça artesanal versus industrial

Ein kurzer Film über den Unterschied zwischen Cachaça artesanal und dem industriellem Zuckerrohrdestillat. Gefunden auf www.jericoa.eu. In 9:14 Minuten wird auf portugiesisch der Unterschied gezeigt.

Die Reifung von Spirituosen - ohne langwierige Fasslagerung


Wer Spirituosen liebt, weiß, dass selbst die kurze Lagerung unverzichtbar ist, um eine ordentliche Qualität zu erhalten. Ein guter Cachaça - so lautet eine  unbelegte Weisheit -  ist der, der in Holzfässern reift. Während der Reifung sorgen chemische Prozesse für eine Veränderung des Charakters und des Geschmacks, die das Destillat letztendlich auch wertvoller machen. Nur ist die Lagerung sehr zeitaufwändig.

Wie also wäre es, so fragten sich Wissenschaftler der größten Universität Brasiliens USP, wenn man den Geschmack der Sprituose so verändern könnte, dass man auf die zeitaufwändige Reifung verzichten oder sie zumindest reduzieren könnte?

Wissenschaftler des Zentrums für Nuklearenergie in der Landwirtschaft (Centro de Energia Nuclear na Agricultura (Cena), der Universität São Paulo, gingen der Frage nach  und entdeckten, dass die Radioaktivität als Alternative zur traditionellen Reifung in Holzfässern genutzt werden kann.

Die Untersuchung ergab, dass eine relativ niedrige Dosis von 0,3 Kilogray den Reifungsprozess wesentlich beschleunigen kann. "Wenn man die üblichen Parameter zugrunde legt, entsteht so ein Cachaça, der dem nach traditionellen Methoden gereiften in nichts nachsteht." sagt der Koordinator der Studie, Professor Valter Arthur.

Ein Vorteil der Reifung durch die Strahlung ist die Reduktion von Aldehyden, die für die Kopfschmerzen nach dem exzessiven Genuss verantwortlich sind.

Das einzig ungewöhnliche an dieser Methode ist, dass ein Cachaça entsteht, der wie ein gereifter Schnapps schmeckt, aber nicht so aussieht. Es fehlt die goldene Färbung, die die (brasilianischen) Liebhaber der Nationalspirituose mögen.

Wem das jetzt zu abgefahren erscheint, dem sei gesagt, dass die Behandlung von Lebensmitteln mit ionisierenden Strahlen derzeit in ca. 40 Ländern zum Zwecke der Konservierung von Lebensmitteln und der Verringerung von lebensmittelbedingten Infektionen angewendet wird. Hinzu kommt vor allem in den USA die Insektenbekämpfung bei Obst zur Erfüllung der Quarantänevorschriften. Im Bereich der Europäischen Union findet eine nennenswerte kommerzielle Lebensmittelbestrahlung in Belgien, Frankreich, und den Niederlanden statt. Für die Haltbarkeitsverbesserung von Frischfisch und Erdbeeren wird beispielsweise die 10fache Menge der Strahlung verwendet.

Zwei Qualitäten für den teuersten Cachaça der Welt!

Auf dem Bild links ist kein Cognac und auch kein Whisky zu sehen - es ist Cachaça. Es ist der teuerste Cachaça der Welt, wie Velho Barreiro selber seine Edition "Diamond" bezeichnet und darf bestimmt auch stilgerecht aus einem Cachaça-Glas genossen werden. Er wird in edle Flaschen abgefüllt und ist auf 60 Stück limitiert.

Die Flasche "Axel" des Zuckerrohrbrandes wurde vom traditionsreichen Schmuckhersteller Saverglass in Paris hergestellt und mit 211 Diamanten besetzt, die einen Brillant-Schliff haben. Zusätzlich befindet sich in der Mitte des Etiketts ein Diamant mit 0,7 Karat. Insgesamt sind es 7,3 Karat (1,46 gr) pures Kristall.

César Rosa, der Präsident von Indústrias Reunidas de Bebidas Tatuzinho – 3 Fazendas, erklärt, dass der Brand aus zwei verschiedenen Cachaças mit unterschiedlichen Qualitäten geblended wird. Der erste stammt aus der eigenen Destillerie von Velho Barreiro, der 5 Jahre in dem Holz Jequitibá reift.
Der Zweite Teil des Blends hat seinen Ursprung in der Stadt Miguel Pereira, aus dem Umland von Rio de Janeiro, die für die hohe Qualität seiner traditionellen Cachaças artesanais bekannt ist. Dieser (aufwändigere) Teil des Velho Barreiro "Diamond" wird in einer 3-teiligen Anlage aus Kupferbrennblasen destilliert und in Eiche 5 Jahre gelagert.

Cesar Adames, Mitglied der IBA-International Bartenders Association und Autor für die Zeitschrift ADEGA und Robb Report beschreibt das Destillat als mild und harmonisch mit einer leichten fruchtigen Note und Süße.


Jede dieser Flaschen soll 212.000 Reais kosten - 86.000 Euro. Der größte Teil der 60 Flaschen wird nur auf der Website:  www.velhobarreirodiamonds.com.br versteigert.

Den gleichen Inhalt gibt es auch etwas preiswerter für einen Preis von 40 bis 50 Euro in Brasilien. Der Präsident beteuert, dass zwischen den beiden Abfüllungen kein Unterschied besteht - also auch aus den zwei Qualitäten besteht.

Ob er ihn auch aus einem Cognac-Glas trinkt - oder etwa auf Eis? Er bestätigte zumindest, dass für die Produktlinie, die als "teuerster Cachaça der Welt" vermarktet wird, 1,4 Mio Euro ins Marketing investiert werden.


Aus welchem Glas trinkt man eigentlich Cachaça?


Es gibt zwei Möglichkeiten! Cachaça bietet nicht nur eine große Vielfalt bei den Geschmacksrichtungen, sondern auch bei der Form des Genießens.

Das einfache Glas

In den kleinen belebten Bars an den Straßenecken, den sogenannten "Lanchonetes", in denen man sich nach der Arbeit trifft, in die man geht, bevor man ausgeht, und in denen man den Abend ausklingen läßt, wird ein einfaches Glas bevorzugt, um eine "Dose" (Dosis) Cachaça dem Gaumen zuzuführen. Hier in Deutschland ist dieses Glas am ehesten mit einem Schnappsglas vergleichbar - der Inhalt beträgt rund 5 cl. Das Glas ist schnell geleert und auch gefüllt.


Das stilgerechte Glas
Hat man Zeit und möchte einen guten Cachaça stilgerecht genießen, dann greift man zu einem anderen Glas. Ein Italiener würde beim Anblick des Glases an Grappa denken. Dieses "Grappa"-Glas, dass sich nach oben verjüngt, ermöglicht ein langsames Verdunsten, ohne dass sich Alkohol zu stark konzentriert. Dieses Glas wurde von Barkeepern und Genießern im Auftrag der IBRAC, dem INSTITUTO BRASILEIRO DA CACHAÇA  entwickelt. So sollte sichergestellt werden, dass der Cachaça auch optimal zur Geltung kommen kann.

Die Form des Cognac-Glases schied beispielsweise aus, da festgestellt wurde, dass sich einfache Alkohole wie Äthanol zu stark im Glas konzentrieren und Aromen verdrängen.

Was ist also in dem unteren Bild falsch? Angemerkt sei, dass es sich auf dem Bild um den teuersten Cachaça der Welt handeln soll..., der aus einem Blend aus 2 unterschiedlichen Qualitäten besteht..., aber das ist ein anderes Thema.

Das falsche Glas

USA: Cachaça - endlich kein brasilianischer Rum

Bis heute wurde Cachaça als "brasilianischer Rum" in den USA verkauft - doch dies wird anders!

Brasilien erreichte nach langen Gesprächen, dass man sich vom Label "Rum" trennen kann. Auf höchster Ebene wurde vereinbart, dass brasilianische Destillate aus dem frischem Saft des Zuckerrohres als "Cachaça" bezeichnet werden und nicht mehr, wie bisher als "brasilianischer Rum".

Der Vereinbarung sind langwierige Verhandlungen vorrausgegangen. Als Brasilien vor der Welthandelsorganisation mit dem Versuch scheiterte, die eigene Nationalspirituose als Brasilianisches Destillat schützen zu lassen, musste dieses Ansinnen mittels bilateraler Abkommen umgesetzt werden. Die USA sind nun ein letzter, aber wichtiger Handelspartner die "Cachaca" als brasilianische Spirituose anerkennen.

In einer feierlichen Zeremonie wurde der Vertrag am 9. April unterschrieben. Im Gegenzug verpflichtete sich auch Brasilien, Bourbon nicht mehr als einfachen Whisky zu klassifizieren. Brasilianischen Bourbon wird es also nicht mehr geben.  Die USA exportierten 2011 gerade einmal Whiskey für 3,2 Mio US$ nach Brasilien.


Zur Feier des Tages überreichte die brasilianische Präsidentin ihrem Kollegen aus den USA eine Flasche  Cachaça, besetzt mit 1 Diamanten und 211 Brilianten  im Wert von  88.000 EUR. Die Flasche beinhaltet ein Blend aus 2 Cachaças mit unterschiedlicher Qualität, der zum einen Teil 5 Jahre in Jequitibá und zum anderen Teil 5 Jahre in Eiche reifte.



Anísio Santiago - eine brasilianische Legende

Der Geburtstag des Cachaça-Pioniers und Verursacher des größten Marken-Rechtsstreites in der brasilianischen Geschichte, Anísio Santiago, jährte sich am 2. Februar zum 100. mal. Sein Cachaça "Havana" oder "Anísio Santiago", den er seit 1943 produzierte, in Bierflaschen abfüllte und mit einem Kronenkorken verschloss, wurde mancherorts in Brasilien mit bis zu 1.000 Euro gehandelt.

Anísio gelang, was seiner Zeit schwer war - er überzeugte mit seinem Cachaça die Mittelklasse, auf importierte Destillate zu verzichten. In Zeiten, in denen das "Girl from Ipanema" auf englisch gesungen wurde und der Jet-set sich in Paris und New York umschaute, galt die westliche Welt als der Nabel der Kultur. Champagner und vor allem Johnnie Walker waren die statusträchtigen Symbole der Oberschicht. Der Cachaça von Anísio vermochte es jedoch, dies zu ändern: sein "Havana" wurde zum Mythos. Er produzierte niemals mehr als 7.000 (Bier)Flaschen im Jahr. Wer eine dieser 600ml-Flaschen bekam, bewahrte sie wie ein Schatz auf und genoss sie nur zu ganz speziellen Anlässen. So wurde er zum Symbol für Qualität und Tradition.

Mit der begrenzten Produktionsmenge und der 8-jährigen Lagerung in Bálsamo-Holz wurde er auch im Ausland zum Objekt der Begierde. Selbst Fidel Castro bewahrte einige Flaschen auf.

Anísio war es auch, der den größten Marken-Rechtsstreit Brasiliens verursachte. Sein Cachaça "Havana" führte zum Rechtstreit mit dem Spirituosen-Anbieter Pernod Ricard. Nach vielem Hin und Her, nach Umbennenung in "Anísio Santiago" und 22 Jahren juristischer Auseinandersetzung ist der Streit beigelegt worden - am 6. September 2011. Die Marke "Havana" ist jetzt wieder "brasilianisch". Anísio erlebte dies nicht mehr, er verstarb mit 90 Jahren 2002.

In Salinas, der Cachaça-Metropole Brasiliens, das in Wahrheit nur ein kleines überschaubares Nest ist, sind heute viele Enthusiasten zu finden, die sich der traditionellen Cachaça-Herstellung verschrieben haben. Hier wurde die weltweit erste Cachaça-Universität gegründet und hier produziert die größte traditionelle Destillerie Brasiliens in enger Zusammenarbeit mit der Universität die Marke SELETA - den meistgetrunkenen traditionellen Cachaça Brasiliens. Aber auch andere Sorten haben in Salinas ihr zu Hause: Saliboa, Artista, Boazinha, Salimel... In den kleinen Bars im Stadtzentrum werden die fermentierten und destillierten Zuckerrohrsäfte in gemütlicher Atmosphäre genossen.




Milchige Spirituosen - Raki, Ouzo und Co. okay - aber Cachaça?


Was haben Raki, Absynth und Pastis mit Cachaça gemeinsam? Von anishaltigen Spirituosen wie Raki, Absynth, Ouzo und Pastis ist bekannt, dass sie milchig werden, wenn Sie mit Wasser verdünnt oder sehr stark gekühlt werden. Die Ursache dafür ist der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, vor allem aus Anissamen und anderen Gewürzpflanzen wie Minze, Koriander und Melisse. Dieser Effekt wird auch als Louche-Effekt (franz.: louche - undurchsichtig‚verdächtig) bezeichnet.

Ölige und wässrige Flüssigkeiten können sich bekanntermaßen nicht miteinander vermischen. Alkohol spielt dabei eine Art Zwitterwesen – er ist wasserlöslich, hat aber auch die Eigenschaft Öle – in kleinen Mengen – in reinem Alkohol aufzunehmen. Deshalb lösen sich auch die ätherischen Öle im Schnaps, sodass der Schnaps klar bleibt. Wenn man aber Wasser dazugibt, ist es damit vorbei. Der gleiche Effekt tritt ein, wenn die Spirituose gekühlt wird.

Von gereiften Spirituosen wie Whisky und Cognac ist dieser Effekt nicht bekannt, weil der Anteil von ätherischen Ölen nicht ausreichend hoch ist - auch dann nicht, wenn sie länger reifen, um möglichst viele Aromen aufzunehmen. Es gibt aber eine weitere Spirituose, die milchig-trüb sein kann: Cachaça.

Ja, Cachaça; die mit Abstand vielfältigste Spirituosengattung ermöglicht die Reifung in verschiedensten Holzsorten - derzeitig sind es 25 - zu denen auch das Holz Putumujú zählt. Dies ist besonders reich an ätherischen Ölen und wird aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit auch im Schiffbau verwendet.

Die Destillerie "Engenho Bahia", die sich mit Leib und Seele der traditionellen Cachaça-Herstellung verschrieben hat, nutzt genau dieses Holz für das Finishing eines Cachaças, den sie nach dem Holz "Putumujú" genannt hat. Der Reichtum an ätherischen Ölen sorgt dafür, dass dieser Cachaça nicht nur eine runde Holznote mit großartiger Balance besitzt, wie es im Blog what a drink! heißt, sondern auch milchig-trüb aussieht, nachdem er von Fass- auf Trinkstärke verdünnt wurde.


Der "Putumujú" wird in Flaschen abgefüllt, die einzeln nummeriert sind. Die Destillerie "Engenho Bahia" ist eine der wenigen, die sich dem Aufwand der Zertifizierung als Qualitätsbrennerei durch den brasilianischen TÜV, dem Instituto Baiano de Metrologia e Qualidade (IBAMETRO) unterzogen hat und das "Selo de Qualidade" tragen darf. Der Cachaça wird in kleinen Kupferbrennblasen destilliert und 2 Jahre in Putumujú gelagert.

UPDATE: Johnnie Walker - ein Plagiat in Brasilien

Johnnie Walker wird bedroht, so sagt der Inhaber der Marke, Diageo - und zwar von einem João Andante.

João Andante kommt aus Minas Gerais und ist ein Cachaça, kreiert von vier Freunden, die im letzten Jahr noch gemeinsam die High School besuchten. Von diesem João Andante werden seit 2003 monatlich 200 Flaschen hergestellt.  Keine Menge die ein Spirituosen-Imperium bedroht? Diageo entschied sich den Kampf gegen João Andante aufzunehmen.




Diageo möchte den vermeintlichen "Konkurrenten" vom Markt nehmen. Unter dem Vorwurf des Plagiats wurde mittlerweile auch Klage eingereicht. Dabei ist João Andante nicht mal ein Whisky. João Andante würde aber auf englisch  Johnnie Walker und auf deutsch Johann Geher heißen.

Das brasilianische Institut für Geistiges Eigentum INPI (Instituto Nacional de Propriedade Industrial) registrierte die Marke  João Andante  im Februar 2011. Diageo verlangt nun diese Entscheidung aufzuheben. Es wird argumentiert, dass die Marke mit dem Cousin von Johnnie Walker in Verbindung gebracht werden könne, der während des Ersten Weltkriegs nach Brasilien auswanderte und beschloss, Cachaça statt Whisky zu produzieren.

Die Aktionen gegen die Hersteller des Cachaças haben aber nicht nur rechtliche Folgen. Wie zu erwarten war, ist der Fall kostenlose Werbung. Für 2012 rechnen die 4 Besitzer von João Andante, dass sich der Umsatz um das 20-fache steigert - dank der Werbung durch den Prozess.  Tatsächlich wurden am Tag der Klageeinreichung 1.000 Flaschen geordert.

Gefangene produzieren Cachaça für den persönlichen Verbrauch im Gefängnis

Das Drogen in einer Polizeidienststelle aufbewahrt werden ist nachvollziehbar. Und wer Gefängnisse in Brasilien kennt, wird sich auch nicht wundern, dass diese nicht in der Asservaten-Kammer lagern, sondern in den Händen der Gefangenen.
Wie die Zeitschrift Primeira Edição berichtet konsumierten die Gefangenen nicht nur Drogen, sie produzierten auch noch ihren eigenen Cachaça.

Neben Trinkwasser, stellte die Polizei in der Dienststelle Apucarana im nördlichen Paraná 1,6 Kilogramm Marihuana, Kokain, Haschisch, Crack und auch 81 Handys sowie Werkzeuge zum Tätowieren sicher.

In der Polizeidienststelle wurden darüber hinaus mehrere Flaschen Cachaça von der Polizei beschlagnahmt.  Er wurde von den Gefangenen für den eigenen Verbrauch hergestellt.

Der verantwortliche Kommissar der Polizeidienststelle Ricardo Casa Nova, lehnte eine Stellungnahme ab. Er wandte sich gegen die Veröffentlichung der Liste mit den beschlagnahmten Objekten, weil sie negativ für das Image der Polizei sei.
 
Die Staatsanwaltschaft untersucht nun, wie die Polizei den Schmuggel der Gefangenen erleichtert hat und die Herstellung von Cachaça im Gefägnis unterstützte.

Cachaça - spezielle Angebote für genußvolle Feiertage


Genussvollen Feiertagen soll nichts im Wege stehen. Für das Fest bietet cachaca-online.de interessante Angebote aus kleinen Destillerien in Brasilein, die neben ihrer Qualität mit einem günstigen Preis überzeugen - der Nachlass beträgt 30%. Zu den Angeboten zählen folgende Sorten:
      • Engenho Bahia - Jequitibá 
      • Casa Bucco - BiBucco 
      • Rio do Engenho - ouro 
      • Refazenda - Scotch 
Weihnachten Special RabattAlles Traditionelle Cachaças, die durchaus besonderes bieten und sich somit auch als Geschenk eignen. So ist der BiBucco zweifach destilliert, der Rio do Engenho in zwei Holzsorten gereift und der Refazenda lagerte 2 Jahre in schottischen  Wiskyfässern. Geschenkverpackungen gibt es auch dazu. Die Angebote gibt es hier.

Viel Vergnügen und frohe Festtage!

Paraty - Gewinner der Silber-Medaille

Paraty war das Synonym für Cachaca. Selbst vor 100 Jahren war noch der Begriff "Paraty" in einem holländischen Worterbuch als Erklärung für brasilianische Zuckerrohrdestillate zu finden. Beim Rumfestival in Berlin, das vom Rumbotschafter Dirk Becker organisiert wurde. gewann der Cachaça "Paraty - Santo Grau" 2011 die Silber-Medaille.

Eduardo und Luiz Maurício Mello, die Inhaber der Marke „Paraty“ wurden auf der Fazenda Boa Vista geboren, in der schon Julia Mann (Großmutter von Thomas Mann) ihre Kindheit verbracht hat. Dort wird seit 1803 Cachaça hergestellt. Beide folgten den Fußstapfen des Großvaters, der den Cachaça „Quero essa“ herstellte. Eduardo übernahm in jungen Jahren die Marke Coqueiro und machte sie zu einer der feinsten Cachaça-Marken in Brasilien. Marcelo Câmara, einer der maßgeblichen Cachaça-Autoren und Jury-Mitglied des populären Playboy-Rankings, hält den Cachaça der Fazenda Boa Vista für einen der besten in Brasilien.

Die Zeitschrift VEJA wählte den „Paraty - Santo Grau“ der Fazenda Boa Vista 2010 zum drittbesten Cachaça in der Kategorie der klaren Destillate und 2011 errang er auf dem 1. German Rumfestival in Berlin die Auszeichnung "Silber".

Zur Philosophie der Brüder gehört es auch, die Geschicke der Destillerie  immer in eigener Regie zu behalten. Aus diesem Grund wird nicht exportiert.  Auch eine Erhöhung der Herstellungsmenge wird negiert, weil dies nur zu Lasten der Qualität umsetzbar wäre. Außerdem ist man durch das Beispiel Bacardi gewarnt. (Der Cachaça"Havanna" mußte umbenannt werden und trug den Namen "Anísio Santiago").

Der „Paraty – Santo Grau“ wird seit 1883 hergestellt. Er ist ein speziell gereifter und extra langsam fermentierter Cachaça mit dem Attribut DOCG "DENOMINAÇÃO DE ORIGEM CONTROLADA E GARANTIDA". Der Alambiqueiro Luiz Mello setzt besonders alte Fässer zum Reifen ein. Die alten, „historischen“ Fässer werden verwendet, weil sie keinen Geschmack mehr übertragen und den Charakter eines Cachaças unverfälscht bewahren. Dieser Cachaça offenbart eine komplexe Struktur. Die besonders langsame Fermentierung verleiht ihm einen kraftvollen Geschmack von Zuckerrohr und grünen Bananen. Der seltene Reifeprozess macht ihn samtig-weich und lang im Abgang. Die Destillation erfolgt in Kupferbrennblasen, die im Gegensatz zu denen in Minas Gerais oder Rio de Janeiro einen besonders flachen Kopf besitzen.

Ein Holzfeuer erhitzt das Wasser für die Kupferbrennblasen, die ein Fassungsvolumen von rund 400 Liter haben. Paraty entwickelte sich vor rund 200 Jahren zum Synonym für die Cachaça-Herstellung. Bis zu 200 Engenhos produzierten Zucker und die edelsten Destillate für die Adelshöfe auch in Europa. Heute drehen sich in diesem malerischen Ort immer  noch ein paar wenige Wasserräder, um Zuckerrohr auszupressen. Viele Touristen besuchen das malerich verträumte Örtchen und genießen die Caipirinha mit einem Cachaça "Paraty" in den zahlreichen kleinen Lokalen.

Cachaça-Ranking

Seit 2007 finden sich alle zwei Jahre 20 Juroren zusammen und wählen die besten Cachaças Brasiliens. Aus mehr als 4.000 Sorten gilt es, den Besten zu finden. Das Ergebnis wird dann in der wichtigsten "maskulinen" Zeitschrift Südamerikas veröffentlicht - dem Playboy.
Bei diesem Ranking zählt nicht der äußere Schein, nein es sind die inneren Werte der Flaschen, auf die es ankommt. Aus diesem Grunde wurde auch 2011 wieder eine Jury aus berufenen Teilnehmern zusammengesetzt, die sich mit der brasilianischen Nationalspirituose auch beruflich beschäftigen. So wurde das Urteil mit Beteiligung von:
  • João Bosco Faria, der an der Unesp, Destillation und Chemie lehrt,
  • Cesar Adames, Professor am Senac und der Escola de Gastronomia da Universidade de Caxias do Sul (RS), Milton Lima, Cachaça-Liebhaber und Gründer der Site cachacas.com,
  • Leandro Marelli de Souza, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Getränketechnologie und Qualitätskontrolle für alkoholische Getränke an der Escola Superior de Agricultura Luiz de Queiroz (Esalq/USP).
  • Mauricio Maia, Sommelier, Berater, Herausgeber und Gründer der Site ocachacier.com
  • Manoel Beato, Sommelier des Restaurants Fasano, 
  • Souza, Barkeeper der Bar Veloso, in São Paulo.
  • Sergio Arno, Cachaça-Sammler,
  • S. Cavalcante, Sammler von Cachaças mit der weltweit umfangreichsten Kollektion,  
  • Alexsander Santana,  Gründer der Site amigosdacachaca.com.br
  • José Lucio Mendes, Direktor der Messe ExpoCachaça.
gefällt. Jeder der Juroren erstellte eine Liste mit seinen 10 Favoriten. So kamen 102 Cachaças in die Endrunde, aus denen die besten 20 ausgewählt wurden. Die Juroren mussten dann die Cachaças erneut verkosten und bewerten. Jeder der Juroren vergab dann Punkte: 25 für den Besten, 20 für den Zweitplatzierten, 16....

Die Gewinner des Rankings sind (die dick markierten sind in Deutschland erhältlich)
  • 1º Anísio Santiago/Havana (Salinas, MG),
  • 2º Vale Verde (Betim, MG),
  • 3º Claudionor (Januária, MG),
  • 4º Germana (Nova união, MG),
  • 5º Canarinha (Salinas, MG),
  • 6º Serra Limpa (Duas Estradas, PB),
  • 7º Maria Izabel (Parati, RJ),
  • Seleta (Salinas, MG)
  • Sagatiba Preciosa (Ribeirão Preto, SP),
  • 10º Germana Heritage (Nova união, MG),
  • 11º Mato Dentro Prata (São Luis do Paraitinga, SP),
  • 12º Cachaça da Tulha Ouro (Mococa, SP),
  • 13º Coronel Xavier Chaves (Cel. Xavier, MG),
  • 14º Boazinha (Salinas, MG),
  • 15º Lua Cheia (Salinas, MG),
  • 16º Casa Bucco (Bento Gonçalves, RS),
  • 17º Nêga Fulô (Nova Friburgo, RJ),
  • 18º Armazém Vieira Safira (Florianópolis, SC),
  • 19º Weber Haus Amburana (Motim, RS),
  • 20º Rainha das Gerais (Curvelo, MG)
Industrielle Produkte á la Pitú, Canario, 51 und Velho Barreiro hatten bei diesem Ranking nachvollziehbarer Weise keine Chance.

Paypal und der kubanische Rum

Paypal setzt mit einiger Verspätung das Handelsembargo gegen Kuba aus dem Jahre 1962 auch in Deutschland um und hat bereits Konten deutscher Händler eingefroren. Ein Relikt aus dem kalten Krieg behindert so plötzlich den Handel besonders mit Rum und Zigarren aus Kuba.

Warum nach Jahren der Toleranz das Embargo durchgesetzt wird, bleibt dabei im Dunkeln. Es wird spekuliert, dass die sinkende Nachfrage nach amerikanischen Rum die Ursache dafür sei.

Die Inhaberin vom Spirituosenhändler Wolf, Silke Wolf, bestärkt diese Mutmaßung: "Wir beobachten, dass sich immer mehr europäische Kunden von einer sehr bekannten US-Rummarke abwenden und stattdessen kubanischen Rum einkaufen. Die Besitzer der US-Marke haben großen politischen Einfluss und könnten eine solche Sanktion durchaus orchestrieren."

Händler wie Cachaca-online.de schätzen die schnelle und unkomplizierte Verfahrensweise der Zahlungsabwicklung bei Paypal. Allerdings stößt das Verhalten von Paypal auf Kritik. Ein antiquiertes Handelsembargo und fehlende Zuverlässigkeit veranlaßten den Inhaber sich um Alternativen zu kümmern. Aus diesem Grund wurden mit Clickandbuy und Moneybookers alternative Bezahlsysteme im Shop integriert.

Gastronomic Bartalk

 
Am 31.5.2011 ist es soweit. Der Gastronomic Bartalk geht in seine nunmehr 5. Runde. Diesmal steht die Brasilianische Nationalspirituose Cachaça im Mittelpunkt. Eine Spirituose, welche den Fluch und Segen hat mit der Caipirinha eine enge Symbiose zu führen.

Ab 14 Uhr werden Dietrich Flath (JERICOA) und Arno Schmid-Egger (Magnífica) durch den Nachmittag führen und zeigen, das Cachaça weit mehr ist als nur Caipirinha. Unterschiedlichste Cachaças werden verkostet und als erlebbares Zeugnis für Geschichte, Herstellung und vor allem Lagerung dienen. Auf Grund der Vielzahl von unterschiedlichsten Holzsorten zur Fasslagerung werden Cachaças in einer Vielfalt erlebbar wie selten zuvor.
Im Anschluss präsentiert René Förster Drinks mit Cachaça und zeigt, dass neben der Caipirinha, Cachaça bei vielen Drinks als Basis genutzt werden kann.

Ab 18 Uhr startet dann der gemütliche Teil des Abends natürlich mit unterschiedlichsten Cachaça-Drinks zum gastronomisch günstigen Preis.

Hier noch eine Auswahl der Cachaças, die unter anderem vorgestellt werden...

Serra das Almas
Magnífica tradicional
Coronel Xavier Chaves
Magnífica envelhecida
Seleta
Magnífica soleira
Rio do Engenho
Engenho Bahia - Putumujú
Casa Bucco
Pitú

Anmeldungen erbeten unter rene.foerster@solmelia.com oder per Facebook (http://www.facebook.com/event.php?eid=215659971786433)



Anschrift
Telefon
+49 351 795150
Webseite

Sommer-Cocktails

Cocktails für den Sommer

Alegria
Eine eigene Adaption eines erfrischenden Sommer-Cocktails aus dem SubAstor, der wohl renommiertesten Bar São Paulos.

5 cl Cachaça
3 cl Limette
Koriander und Ingwer
1 BL weißer Rohrzucker
Filler Tonic
Eiweiß
 
Marmelade Sour
Warum Orangen-Marmelade auf Toastbrot verschwenden, wenn damit auch ein Cocktail zubereite werden kann?
Fruchtige und bittere Noten finden auf charmante Weise zueinander.

5 cl Cachaça
2 cl Ananassaft
2 cl Limette
1 BL bittere Orangenmarmelade
1 BL weißer Rohrzucker
1 Dash Orange-Bitter

Caipirinha
Der weltweit beliebteste Cocktail – hier in der gesetzeskonformen Variante – ohne Knoblauch wie beim Original, aber dafür mit Eiswürfeln und weißem Rohrzucker.
6 cl Cachaça artesanal
4 cl Limettensaft
weißer Rohrzucker

Eiswürfel