Leise rieselt der Schnee.... und was gibt es zu trinken? Glühwein?

Der allgegenwärtige Glühwein - so scheint es - ist einfach zuzubereiten und wird wohl deshalb auch in rauen Mengen angeboten. Aber: wird die Mischung zu heiß, verflüchtigen sich die Aromen oder werden bitter. Wenn auch noch Weine verwendet werden, die einen hohen Säureanteil besitzen, kämpfen viele mit Sodbrennen und der  Genuss bleibt auf der Strecke. Da hilft es auch nicht, diese Mischung extensiv mit Spirituosen zu "verstärken". Der Kater am nächsten Tag ist Lohn.

Ätherische Öle sind in Gemischen aus Alkohol und Wasser recht instabil - in den Sterne-Küchen dieser Welt geht man deshalb mit Kräutern und frischen Zutaten besonders sorgsam um. Auf den Jahrmärkten und Skihütten bleibt dagegen wenig Zeit: Nelken, Zimt und Vanille werden drangsaliert bis sie nach Holz schmecken, Orangenschalen schwimmen im Sud, bis die Bitterstoffe auch alle im Glas sind.

Was also dann?

Wie wäre es mit einer Mischung, die problemlos zu erhitzen ist und dann je nach Lust und Geschmack ergänzt werden kann mit aromatragenden Stoffen.

Hans W. Mehster kreierte in Brasilien solch eine Mischung - als Mittel gegen eine Erkältung, dass ihm auch noch schmecken sollte. Er mischte also sein Schnäpperken mit Kräutern, Limette, Honig und natürlich Cachaça zu einem Likör, an dem er selber viel Gefallen fand. Später fanden dann auch seine Freunde und die Stammkneipe "Philadelphia" Gefallen an dem deutschen "Schnäpperken" - was allerdings keiner so richtig aussprechen konnte. Aus dem "Schnäpperken" wurde dann ganz brasilianisch "Xiboquinha". 

In seinem Likör sind die Aromen enthalten, die hitzeempfindlich sind. Für einen "Glühwein" muss man deshalb nur den Saft erhitzen und zum Trinken mit dem "Xiboquinha" ergänzen.

Vorschlag: 4 Teile Saft (Apfel, Kirsche, Orange oder Heidelbeere - am besten gleich mehrere Varianten) und einen Teil Xiboquinha



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