Cachaça artesanal - Herstellung im Video

video
Impressionen der Herstellung

Aufwand für guten Geschmack
manuelle Ernte des Zuckerrohres
Fermentierungszeit mindestens 15 Stunden
Destillation in Kupferbrennblasen

Cocktails mit Cachaça


Cocktails mit Cachaça gibt es mittlerweile in verschieden Varianten. Es gibt Bartender, die kreativ sind und nicht nur Erfolgsrezepte abwandeln. Cocktails müssen nicht als Variationen der Klassiker Batida und Caipirinha in neuem Gewand auftauchen, obwohl sie nach wie vor dominierend sind - Langeweile kommt da anscheinend nicht auf.

Leider wird aber selbst bei einer Caipirinha immer noch viel falsch gemacht. Interessant ist auch, dass viele Rezepte antiquiert wirken und in einer guten Bar wohl so nicht mehr angeboten werden würden.

Neu im Trend ist der London-Style: hochwertige Spirituosen werden verwendet und sollen ohne unnötigen Balast im Mittelpunkt stehen. Mit diesem Trend werden auch die Klassiker wieder populär. Ein anderer Style greift auf die Kräuter der Küche zurück: der Cuisine-Style. Die Verwendung von Rosmarin, Basilikum und anderen Kräutern sind hochwertige Alternativen. Heutige Cocktails unterstreichen eher die Spirituosen und überlagern nicht ihren Geschmack. Vor 20 Jahren war es angesagt, die Säfte in den Mittelpunkt zustellen - das ist allerdings nicht mehr in.

Hier soll eine kurze Übersicht über die unterschiedlichen Sites mit Cachaça-Cocktails gegeben werden.

  • Cachaça-Blog
    sehr ausführliche Beschreibung, Rezepte ohne Schwerpunkte, kompetent
  • Portal für Cachaça
    sehr vielfältig, moderne Rezepte mit Trendpotential, anspruchsvoll, übersichtlich
  • Delicana
    umfangreiche Auswahl, oft variiert
  • Ole´s Welt
    viele Batidas, übersichtlich und kurz
  • Cocktail-Lounge
    einfach und ohne Anspruch, umfangreich, kurze Beschreibung
  • Vermischbar
    das Rezept für die Caipirinha ist anders als auf dem brasilianischen Beispiel-Video, wenige Cocktails
  • sexy Cocktails
    nur Caipirinha und Batida
  • Cocktail-Rezepte 4u
    Standard-Variationen, Rezepte aus den 80ern, kure Beschreibung
Diese Liste ist nicht abgeschlossen - weitere Hinweise sind erwünscht.

Tag des Cachaças

Internationaler Feiertag des Cachaças - wann ist dieser?

22. März Tag des Wassers, das der Vogel nicht trinkt (Brasilien)
12. Juni International Day of Cachaça (USA)
21. Mai Dia de Cachaça (Brasilien)

In den USA wurde der 12. Juni etabliert - Hintergrund ist das angebliche und historisch schwer belegbare Verbot der Cachaça-Herstellung. Dieses soll am 12. Juni 1744 durch den König von Portugal Johann V. (João V.) veranlasst worden sein. Dagegen spricht, dass ein Viertel der zwischen 1710 und 1830 eingetauschten Sklaven laut Henrique Carneiro (Pequena Enciclopédia das Drogas e Bebidas) in Angola gegen Cachaça eingetauscht wurden.
Weiterhin bezog man damals Steuern aus der Cachaça-Herstellung. 1755 wurde Lissabon durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört - 60.000 Menschen kamen ums Leben. Allein aus den Steuereinnahmen der Cachaça-Produktion konnte ein Großteil der Wiederaufbauarbeit finanziert werden.

1635 wurde der Handel von Cachaça erstmalig in Brasilien verboten - 4 Jahre später dann auch die Herstellung. Allerdings brauchte die portugiesische Krone Geld für den Erbfolge-Krieg mit Spanien. Eine Steuerreform 1640 führte zur Aufhebung der Verbote, belastete die Zucker- und Cachaça-Produzenten jedoch finanziell. Die hohen Steuern führten zur Cachaça-Revolte in Rio de Janeiro 1660. Nachdem diese niedergeworfen war, wurde 1661 der Verkauf von Cachaça in Brasilien verboten. Cachaça konnte jetzt nur exportiert werden: hauptsächlich nach Angola. In dieser Zeit gingen viele Destillerien pleite - nur in São Paulo und Pernambuco überlebten mehrere.
1695 wurden die Beschränkungen aufgehoben und der Cachaça wurde wieder Teil des Alltages. Nach dem 1693 Gold in Minas Gerais gefunden wurde und sich Ouro Preto zur größten Stadt der südlichen Hemisphäre entwickelte, genoss man Cachaça wieder in rauen Mengen. Steuererhöhungen sollten den Konsum einschränken. 1714 wurde der Neubau von Brennereien verboten - drakonische Strafen wurden verhängt. 1718 mussten sich alle Zuckerproduzenten lizenzieren lassen.

Trotz dieser Einschränkungen vergrößerte sich im Bundesland Minas Gerais die Zahl der Hersteller. 1739 wurde der Verkauf von Cachaça durch weibliche Verkäuferinnen verboten. Aber auch das ließ die Cachaça-Quellen nicht versiegen...

1739 wurde es ein portugiesisch-königliches Privileg die Lizenzen zur Cachaça-Herstellung vergeben zu dürfen. Die gesamten Restriktionen blieben bis 1827 in Kraft: erfolglos - Dom Pedro I. hob sie auf...

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