In München hat sich mit dem VER O PESO eine Institution für Cachaça-Liebhaber etabliert. Valdemar da Silva, der viele Raritäten sein eigen nennt, will seine Leidenschaft teilen und organisiert nach langer Zeit wieder mal ein Cachaça-Tasting. Diesmal sind es ganz besondere Destillate.
Rund aller 4 Wochen wird der Welt des brasilianischen Zuckerrohrbrandes ein ganz spezieller Abend gewidmet werden. Zum Auftakt werden am 25. November 6 bis 8 Meilensteine der brasilianischen Brennereikunst zu verkosten sein - pur, geschüttelt und gerührt, darunter:

Seleta - der wohl authentischste Cachaça Brasiliens
Engenho Bahia - Jequitibá - ein in geschmacksneutralem Holz gelagerter Zuckerrohrbrand
Leblon - ein junger Verführer, der in XO-Cognac-Fässern sein Finish bekommt
Engenho Bahia - Putumujú - ein Cachaça mit exotischen Noten aus Edelholz
Rio do Engenho - Ouro - doppelt gereift und deshalb mit komplexen Tönen

Im VER O PESO gibt es die Gelegenheit, vieles über Cachaça zu erfahren und interessante Produkte zu verkosten. Allein 600 Zuckerrohrsorten und 25 Holzarten, sorgen für eine Geschmacksbandbreite, die mehr als nur Eichen- und Zuckerrorhraromen bietet - einen ganz kleinen Teil gibt es dann am 25. November zu verkosten.

Dietrich Flath von JERICOA wird spannende Brände aus Brasilien präsentieren. Valdemar höchstpersönlich wird Cocktails mit Barkultur-Faktor mixen und zeigen, dass Cachaça mehr sein kann, als nur Bestandteil der Caipirinha.

Die Pforten werden am 25. November um 18:00 Uhr geöffnet.
Nebenbei wird auch geklärt, warum die Original-Caipirinha warm getrunken wird und weshalb dafür Knoblauch benötigt wird.

Damit der Magen den Alkohol gut verarbeiten kann, wird es Petiscos (Kleinigkeiten) zu essen geben.

25. November 2013, Beginn 19:00 Uhr
Unkostenbeitrag: 25,00 EUR
VER O PESO
Rosenheimer Straße 14, 81669 München

Seleta: Schirme gibt es woanders - Wir können nur Cachaça

Das Einmaleins der Cachaça-Herstellung beherrscht man in der Brennerei Seleta & Boavista im Schlafe. Die Feinheiten und Raffinessen hat man sich in Zusammenarbeit mit dem ersten Cachaça-Institut Brasiliens erarbeitet. In Salinas, der Hauptstadt Brasiliens - wenn es um Destillate aus Zuckerrohr geht - hat sich eine eingeschworene Gemeinde gebildet, die ausschließlich traditionelle Methoden für die Cachaça-Herstellung verwendet. 
Industrielle Methoden lehnte man von Anfang an ab. Als in den 70iger Jahren die Produktion vereinfacht werden konnte und Technik es ermöglichte, große Mengen zu produzieren, hielt man an der langsamen Gärung fest und verwendete weiterhin die bewährten Kupferbrennblasen zur Destillation. 

Auch das Zuckerrohr erntet man heute noch mit der Hand, obwohl es mittlerweile Maschinen dafür gibt. Der Vorteil der Ernte mit der Hand ist, dass das Zuckerrohr umgehend ausgelesen werden kann - also nur gesundes und reifes Zuckerrohr zum Auspressen verwendet wird.
Als in Brasilien billige Industrieware die Supermärkt eroberte, setzte man Qualität gegen die niedrigen Preise. Hatten die kleinen traditionellen Brennereien früher ihren Cachaça nur regional verkauft, bekamen sie nun Druck von überregionalen Massenproduzenten, für die es notwendig war, größere Absatzgebiete zu schaffen, um die produzierte Menge auch verkaufen zu können. Dadurch entstand ein enormer Preisdruck. Viele kleinere Brennereien konnten im Wettlauf um den günstigsten Cachaça nicht mithalten und mussten die Produktion einstellen. Der Preisdruck führte zu immer weiteren Kostensenkungsmaßnahmen. Cachaça wurde nicht mehr in Holzfässern gereift, stattdessen wurden Holzpallets verwendet und statt der langsamen Gärung, wurden Turbohefen eingesetzt, die 4-mal schneller Alkohol entwickelten. Letztendlich sank die Qualität und der Preis.

Eines dieser Industrie-Beispiele ist Pitú - ein Cachaça, der 1972 erstmalig auf dem deutschen Markt angeboten wurde. Um ihn bekannt zu machen, setzte der Importeur in Deutschland auf die Caipirinha. Das heißt man brauchte neben Limetten auch viel Zucker, der natürlich so billig wie möglich sein sollte. Da der braune billiger als der originale weiße Zucker war, führte man in Deutschland die Caipi entgegen den brasilianischen Ursprüngen mit braunem Zucker ein - und manch einer glaubt auch heute noch, dass der braune Zucker das Original sei.
Im Zuge der Massenproduktion wurde Marketing immer wichtiger. Der Verkauf von industriellen Spirituosen wird mit riesigen Werbefeldzügen begleitet - Schirme, Barmatten, Gläser und Cocktailwettbewerbe werden kreiert, die den Wert der Spirituose in den Hintergrund rücken lassen. Geschichten, werden gestrickt, bei denen man nicht weiß, ob sie wie bei Jack Daniels Märchen sind oder es werden Werbeaussagen wie im Fall von Zacapa gemacht, die schon die Legalität verlassen haben.

Seleta kann es sich hier einfach machen. Da man nach wie vor Holzfässer für die Reifung einsetzt und Reinhefen verwendet, die mehr Aromen erschließen als jede Turbohefe, kann man auf die Qualität des Produktes setzen. Die Verkaufsbotschaft ist dann auch ganz einfach: Lass die Leute probieren: wenn es schmeckt, dann werden sie es kaufen. Wer also einen authentischen Cachaça probieren möchte, dem sei der Seleta auf ehrliche Weise empfohlen. [Google-Suche]


Der Geist der Caipirinha

"Der Geist der Caipirinha - Eine kleine Kulturgeschichte des | Freistil | Deutschlandfunk" http://feedly.com/k/1g8MRzh

UpDated: LEBLON World Cup Competition


LEBLON bringt 11 Bartender während der Fußball-WM im Juni 2014 nach Brasilien!

Die Gewinner werden eine Woche in Brasilien bleiben, selber eigenen Cachaça in der Destillerie Maison Leblon in Patos kreieren und in Rio de Janeiro Sonne, Samba und Fußball erleben!

Die Bewerbung erfolgt in drei Etappen - zuerst gilt es kreativ die Spirituose in einem Cocktail einzusetzen und zu zeigen, wie dieser kredenzt wird.

Die Modalitäten der Bewerbung sind einfach gehalten: eine E-Mail reicht. Die Bewerbungszeit wurde auf Grund der "Tales of the Cocktail" in New Orleans um eine Woche verlängert und endet am 28. Juli. 

Der Präsident und Gründer von Leblon, Steve Luttmann, stellt den Wettbewerb hier in einem Video vor und lädt ein, sich zu beteiligen. 

Ein aufregender und sicherlich schöner Preis.

Informationen zu den Details gibt es auf JERICOA. Viel Erfolg!



Summer time - Cachaça time

Summer time - Cachaça time... das Rezept lässt sich mit wunderbar erweitern... wie wäre es mit Waldmeister oder Sanddorn?

Double Gold - Cachaça LEBLON

Leblon darf gratuliert werden. Der "global" Brand-Ambassador Philippe Mille von LEBLON verkündete durchaus mit Stolz, dass LEBLON die Auszeichnung „Best in Show“ und „Double Gold“ bei der World Spirits Competition in San Francisco 2013 gewonnen hat!
Darüber hinaus gewann auch der Cachaça „Reserva Especial" eine Goldmedaille! (Zur Erinnerung: Die Reserva Especial gewann „Double Gold“ im letzten Jahr).
"Dies ist ein großes Jahr für LEBLON" so Philippe Mille. Es war nicht leicht, diese Preise zu gewinnen. Denn die World Spirits Competition ist eine Blindverkostung, kein Schönheitswettbewerb! In acht aufeinander folgenden Jahren hat LEBLON mittlerweile Gold erhalten.
LEBLON macht seinen eigenen Cachaça und engagiert kein Lohnhersteller wie viele andere - der Cachaça kommt aus dem Herzen von Minas Gerais, der herausragenden Cachaça Region Brasiliens.

Daher einen herzlichen Glückwunsch an das Team in Patos de Minas, das unermüdlich arbeitet um zu schneiden, quetschen, gären, destillieren, reifen und zu blenden, um dann den besten Cachaça in Flaschen füllen zu können.
Die Auszeichnungen sollte den Mitarbeitern Bestätigung für ihren Einsatz sein. Es ist die erneute Anerkennung für ihre Qualitätsarbeit - und das Jahr für Jahr.
Als Genießer kann man sich der Jury nur anschließen und sagen: muito obrigado!

Cocktail =ich=



=ich=

5 cl Cachaça Putumujú
1 cl Passion Pure (Monin)
2 Bl Feigensenf-Sauce
2 Dash Orange-Bitter

Die Zutaten kräftig auf Eis shaken und durch ein Sieb ins Gästeglas abseihen.

Dieser Cocktail ist eine spontane Kreation des Barkeepers Michael Seydel aus der Rostocker Bar "Zwanzig12", das am alten Hafen im renovierten Wittespeicher Modernität mit Speicherhaus-Ambiente vereint.

Dort wo Herr Witte 1871 erstmalig Coffein in kristalliner Form herstellte, führt heute Robert Plath ein Restaurant, das durch seine Speisen und Getränke ebenso über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde, wie die ehemalige Manufaktur.

So wie Herr Witte damals an der Produktion von Coffein und Pepton arbeitete und Weltmarktführer wurde, tüftelt heute Michael Seydel hinter dem Tresen an Cocktails. Wie damals wird gerührt, geschüttelt und probiert. Die heutigen Zutaten sind hochprozentiger und erlesener und natürlich fehlt auch nicht die brasilianische Nationalspirituose.

Winter-Caipirinha

Caipirinha im Winter

mit Nelken, Vanille, Zimt, Sternanis, Orange, Kardamom....

Der einfachste Weg zur Winter-Caipirinha führt über einen selbstgemachten Sirup. Geht ganz einfach: Einen Liter Rotwein zusammen mit 2 kg Zucker, etwas Orangensaft und Wintergewürzen erhitzen, abkühlen lassen und in Flaschen abfüllen. Aufwand 15-20 Minuten.

Anstelle des Zuckers nimmt man für die Winter-Caipirinha den Sirup.... und fertig ist der Partydrink für den Winter...

Das Glas noch mit einer Orangenzeste dekorieren...

Die Idee zur Wintercaipirinha stammt aus der Berliner Booze-Bar. Dort haben die Barkeeper Lutz und Roman diesen Cocktail mit dem Leblon-Cachaça kreiert. Der Sirup stammt vom eigenen Herd.

Wohl bekomm's

Leise rieselt der Schnee.... und was gibt es zu trinken? Glühwein?

Der allgegenwärtige Glühwein - so scheint es - ist einfach zuzubereiten und wird wohl deshalb auch in rauen Mengen angeboten. Aber: wird die Mischung zu heiß, verflüchtigen sich die Aromen oder werden bitter. Wenn auch noch Weine verwendet werden, die einen hohen Säureanteil besitzen, kämpfen viele mit Sodbrennen und der  Genuss bleibt auf der Strecke. Da hilft es auch nicht, diese Mischung extensiv mit Spirituosen zu "verstärken". Der Kater am nächsten Tag ist Lohn.

Ätherische Öle sind in Gemischen aus Alkohol und Wasser recht instabil - in den Sterne-Küchen dieser Welt geht man deshalb mit Kräutern und frischen Zutaten besonders sorgsam um. Auf den Jahrmärkten und Skihütten bleibt dagegen wenig Zeit: Nelken, Zimt und Vanille werden drangsaliert bis sie nach Holz schmecken, Orangenschalen schwimmen im Sud, bis die Bitterstoffe auch alle im Glas sind.

Was also dann?

Wie wäre es mit einer Mischung, die problemlos zu erhitzen ist und dann je nach Lust und Geschmack ergänzt werden kann mit aromatragenden Stoffen.

Hans W. Mehster kreierte in Brasilien solch eine Mischung - als Mittel gegen eine Erkältung, dass ihm auch noch schmecken sollte. Er mischte also sein Schnäpperken mit Kräutern, Limette, Honig und natürlich Cachaça zu einem Likör, an dem er selber viel Gefallen fand. Später fanden dann auch seine Freunde und die Stammkneipe "Philadelphia" Gefallen an dem deutschen "Schnäpperken" - was allerdings keiner so richtig aussprechen konnte. Aus dem "Schnäpperken" wurde dann ganz brasilianisch "Xiboquinha". 

In seinem Likör sind die Aromen enthalten, die hitzeempfindlich sind. Für einen "Glühwein" muss man deshalb nur den Saft erhitzen und zum Trinken mit dem "Xiboquinha" ergänzen.

Vorschlag: 4 Teile Saft (Apfel, Kirsche, Orange oder Heidelbeere - am besten gleich mehrere Varianten) und einen Teil Xiboquinha



Legalized Cachaça: Cachaça ist Cachaça und kein Rum


Legalized Cachaça - Die Institution, die vorschreibt, welche Spirituosen unter welchen Bedingungen in die USA eingeführt werden dürfen - das Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau (TTB) hat Cachaça legalisiert. Mit der Veröffentlichung einer endgültigen Fassung der Einfuhrvorschriften wird Cachaça als unverwechselbare Brasilianische Spirituose in den USA anerkannt.

LEBLON kämpfte regelrecht für diese Bestätigung - sammelte Unterschriften, warb in den Social Medias um Anerkennung und organisierte Kundgebungen und Events. 300.000 Unterschriften wurden dem US-Kongress in einer Petition übergeben. Mit diesen Bemühungen ging es auch um die Identifizierung mit dem brasilianischen Life-Style.

Bisher musste Cachaça in den USA als Rum deklariert werden - als brasilianischer Rum. Da aber erlebbare Unterschiede zum Cachaça bestehen und kein Brasilianer seine Nationalspirituose als Rum bezeichnet, sollte Cachaça auch als eigenständige Spirituosengattung eingestuft werden. Dies ist nun dank der vielen Unterstützer erfolgreich geschehen.

"Now that the U.S. government has recognized Cachaça, it's time for the world to discover what it means to be Brazilian" erklärt der Gründer von LEBLON Steve Luttmann. Nachdem dieser Erfolg kräftig gefeiert werden wird, darf man also gespannt sein, wofür LEBLON jetzt seine Energie verwendet.

Saudé