Obstler aus Zuckerrohr

Der Praianinha ist kein Obstler, er ist ein traditionell hergestellter Cachaça! Beim blinden Verkosten würde er eher als Obstler eingestuft werden, als als Cachaça durchgehen. Eine Tatsache die auch die Juroren des 7. German Rumfestes irritierte, dennoch wurde er mit Bronze ausgezeichnet. 

Er wird von erstaunlich vielen Fruchtaromen dominiert - Himbeere und Marille sind recht schnell zu identifizieren. 

Aber er kommt nicht aus dem Schwarzwald, er kommt aus einer der älteren Brennereien im Umland von Rio de Janeiro, die Anfang des Jahrtausends mit modernem Equipment ausgestattet worden ist. 

Auch wenn die typischen Zuckerrohrnoten eher dezent wahrnehmbar sind, ist er ein klassischer Vertreter der brasilianischen Nationalspirituose. So zeigt der Praianinha, dass die 600 Zuckerrohrsorten Brasiliens ein wahrer Aromenschatz sind, der sich in vielen Cocktails verwenden lässt. 

Gebrannt wird das Destillat in Kupferbrennblasen und danach 6 Monate in Edelstahl gelagert, damit sich die Aromen sanft entfalten können. 

Erhältlich ist er im Fachhandel und beispielsweise bei Casa Cachaça.


So sehen die aktuellen Winter-Cocktails in Rio aus!


William Baron: Biriba
Die brasilianische Zuckerrohrspirituose ist in den gehobenen Bars von Rio de Janeiro Basis für simple und einprägsame Rezepte, die in Erinnerung bleiben. So unterschiedlich wie die Cachaças, so vielfältig sind die Kreationen der Barkeeper.

Hier also 4 Inspirationen - und wer gerade in Rio de Janeiro weilt, kann die folgenden Winter-Cocktails  auch vor Ort im Winter Brasiliens testen. 

"Heritage" Barkeeper William Baron, der das Haus vor kurzem verlassen hat, nimmt für den "Biriba" Leblon Cachaça, karamellisiertes Apfelpüree, eine Zimttinktur, Blaubeeresaft und dehydrierte Limette. 
Miguel Paes: Bipolar
Adresse: Rua Pacheco Leão, 724, Jardim Botânico, ☎ 3114-7691.


Im "Som de Rock", 
kreierte Barkeeper Miguel Paes den "Bipolar", mit gereiften Cachaça, Maracuja-Sirup, Aprikosenlikör und Limettensaft, finished mit schwarzem Pfeffer. Adresse: Rua Assis Bueno 26, Botafogo, ☎ 3507-5600.


Das charmante "Deck" im Planetarium kombiniert mit dem "Gabriela": Cachaça, Zuckerrohrsirup und Melasse-Chips, Ingwersirup, Limettensaft, Cashew-Saft und Melasse.
Rodrigo Azevedo: Gabriela
Adresse: Rua Vice-Governador Rubens Berardo, 100, Gávea, ☎ 3259-0255.


Serviert in einer Melasse-Tonkaraffe, vereint der "João Gato" jungen Cachaça infusioniert mit Kaffee, Kaffeelikör, Limette und Zimtrauch.
Adresse: Rua Capitão Salomão, 69, Humaitá, ☎ 3239-1951.
André Rodrigues e Eduardo Muruci: João Gato

12 Mythen über Cachaça - eine Klarstellung

Hauptbestandteil der Caipirinha und anerkannt als nationales Erbe, ist Cachaça voller Kuriositäten und Mythen. Als ein urtypisch brasilianisches Getränk, mit unterschiedlichsten Aromen und breiten Geschmacksrichtungen, entwickelten sich mit der Zeit Geschichten, die auch zeigen, wie wichtig das Getränk für die Brasilianer ist.

Aber welche dieser populären Weisheiten über das Getränk aus vergorenem und destillierten Zuckerrohrsaft sind wirklich wahr? Rafael Araújo, der "Cachaçaria Nacional" enthüllt einige dieser Mythen und Wahrheiten:

1 – Ein guter Cachaça ist nur der gelagerte Cachaça.
Ein weißer Cachaça, der nicht gelagert wurde, ist ein puristischer Cachaca in seiner unverfälschten Variante. Er "funktioniert" wie sein durch Holz gefärbtes Pendant - es gibt jedoch keine qualitativen Unterschiede zwischen beiden Varianten.

2 – Je länger ein Cachaça reift, desto besser ist er.
Die Lagerzeit bestimmt nicht, ob ein Cachaça gut oder schlecht ist. Generell lässt sich nur sagen, dass ein längerer Reifeprozess zu mehr Komplexität bezüglich der Sensorik führt. Letztendlich hängt alles von individuellem Geschmack ab - aber nicht von der Lagerzeit.

3 – Cachaça artesanal ist besser als der industriell hergestellte.
Der traditionell hergestellte Cachaça wird mit mehr Sorgfalt produziert. Die Alambiqueiros begleiten den gesamten Prozess der Destillation, um das Herzstück von Vor- und Nachlauf trennen zu können. Die ungewünschten Bestandteile können schädliche Stoffe beinhalten und den Geschmack beeinträchtigen. Die industriellen Prozesse sind auf die Herstellung großer Volumen ausgelegt und können systembedingt nicht mit dieser Sorgfalt umgesetzt werden. Über 500 Mio Liter Cachaça artesanal werden pro Jahr hergestellt.

4 – Cachaça sollte aus durchsichtigen Gläsern getrunken werden.
Idealerweise sieht man, was man im Glas hat, um Viskosität und Reinheit beurteilen zu können.

5 – Der teuerste Cachaça besitzt die beste Qualität.
Jeder Produzent hat seine Kosten für die Herstellung, die Flaschen und das Auftreten am Markt - hinzukommen Mehrwert- und Branntweinsteuer. Bei einem Preis von 10 Euro für eine 0,7 Liter-Flasche machen die Abgaben über 50% des Preises aus. Verpackung und Transport besitzen einen Anteil von rund 15%. So wird klar, dass das eigentliche Produkt nur eine geringe Bedeutung besitzt - und die Qualität nicht im Vordergrund stehen kann. Bei Tastings gewinnen aber nicht immer die teuersten Produkte... und eigentlich nie die Billigprodukte. Man sollte sich nicht von hohen Preisen verunsichern lassen - gerade als unerfahrener Genießer ist man geneigt, sich Maßstäbe wie Preis, Dauer der Lagerung, oder das Packaging helfend zu Rate zu nehmen.

6 – Cachaça sollte in kleinen Schlucken getrunken werden.
Gewöhnlich sollte man Cachaça in Mikro-Schlucken zu sich nehmen und langsam verkosten.

7 – Cachaça verursacht Kopfschmerzen.
Schlecht produzierte Cachaças können Kopfschmerzen verursachen. Auch gerade wenn beim Destillieren das Herzstück nicht sauber abgetrennt wird. Aber das gilt für alle Spirituosen gleich.

8 – Cachaça regt den Appetit an.
Tatsächlich erhöht Cachaça den Appetit. Aufgrund der geschmacklichen Komplexität werden die Geschmacksknospen "geöffnet" und für die Mahlzeit vorbereitet.

9 – Starker Cachaça brennt im Hals.
Tendenziell wirkt hochprozentiger Cachaça aggressiver im Hals, weil Alkohol ein hervorragendes Lösungsmittel für Aromen ist. Das "Brennen" wird aber meist von Säuren verursacht, die beim Gärprozess entstehen. Idealerweise sollte der Abgang einer Spirituose von komplexen Aromen bestimmt werden und nicht von abträglichen Alkoholen. Cachaça darf übrigens nur maximal 48% Alkohol besitzen - darüber wäre es gesundheitsschädigend.

10 – Cachaça ist unbestimmt haltbar.
In der Tat ist Cachaça unbestimmt haltbar. Allerdings können sich Alkohole und Fruchtsäuren zu Estern verbinden und so den Geschmack im Laufe der Jahre verändern. Spirituosen sollten immer dunkel und ohne große Temperaturschwankungen lagern. Keramikflaschen sind die bessere Wahl als Glasflaschen - zumindest, wenn die Flaschen nicht gleich geleert werden.

11 – Cachaça und Aguardente sind das gleiche.
Die Vorschriften regeln wie ein Cachaça beschaffen sein muss. Dazu zählt, dass Cachaça maximal 48% Alkohol besitzen darf - Aguardente darf hingegen mehr...

12 - Cachaça darf nur in Brasilien hergestellt werden.
Cachaça darf ausschließlich in Brasilien hergestellt werden. Das ist mittlerweile international anerkannt. Sowas wie BIO-Cachaça aus Dresden ist irreführendes Marketing und genauso wenig existent wie Champagner aus Thüringen. 

KaDeWe Berlin - jetzt auch mit Cachaça artesanal


Das KaDeWe Berlin - eines der renommiertesten Kaufhäuser Deutschlands - erweitert sein Spirituosenangebot mit traditionell hergestelltem Cachaça. Endlich mögen die Enthusiasten sagen.

Die letzten Gattungen, die stark ausgebaut wurden, waren Gin und mit Abstrichen Tequila. Da Signale von Ermüdung zu erkennen waren und kein weiteres Wachstum erwartet wird, wird Platz geschaffen für neue Spirituosen, die auch dem Renommee des Hauses entsprechen.

So wurde die Brazil-Berlin Road Show genutzt, um Cachaça artesanal in der Feinschmecker-Etage zu verkosten. Zu den Sorten zählten Praianinha, Seleta, Avuá und Boazinha

Cachaça ist dabei nicht vollkommen neu im Angebot - nur der höherwertige Cachaça, der in Kupferbrennblasen destilliert wird und auch 4 mal so lange gärt, wie industrieller Cachaça steht jetzt auch im Regal. 

Das positive Echo führte zur Aufnahme der brasilianischen Nationalspirituose in das Sortiment.



Cachaça-Nachfrage stieg 2016 - setzt sich der Trend fort?



Das Instituto Brasileiro da Cachaça (IBRAC) feiert den Beginn des Jahres 2017 mit der Erhöhung der Cachaça-Exporte im letzten Jahr. 4,6% betrug der Absatzzuwachs - legt man den Umsatz zugrunde, dann betrug das Wachstum 7,9%.

Drinks International führt diese Zahlen auch auf die steigende Popularität der Caipirinha im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft und der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zurück. Allerdings sei die Caipirinha noch fernab der Popularität eines Mojitos.

Trotz der steigenden Nachfrage ist Cachaça nach wie vor eine Nischenspirituose. Es darf vermutet werden, dass Cachaça in Zukunft allerdings mehr Bedeutung erlangen wird. Die Ursache dafür liegt in der steigenden Qualität und in der großen Vielfalt, die außerhalb Brasiliens noch kaum bekannt ist.
Brasilien wird die Export-Anstrengungen der brasilianischen Alambiqueiros unterstützen und Importeure wie JERICOA und Portale wie Casa Cachaça werden diese Bemühungen aufgreifen.

Im letzten Jahr legte der Brasilianische Real deutlich an Wert zu. Dies lässt befürchten, dass bei diesem Trend die Preise in Europa besonders für hochwertigen Cachaça steigen werden.

Ab Werk kostet ein Liter Ende 2016 rein rechnerisch 1,678 US$. Der beste Cachaça geht also nicht immer in den Export. Der billigste Stoff, der dann auch im Supermarkt zu finden ist, kostet nur ein Drittel dieses Durchschnittes. Das versteht man dann als billig und ist so ziemlich geschmacklos.

Rio de Janeiro Adventures

Mit diesem Reiseführer Rio entdecken.

Ein pulsierende Stadt, die sich stets verändert: aus neu wird alt... Rio - eine Stadt, die immer neue Geschichten produziert.
So hat Rio im Rahmen der Olympiade seine Infrastruktur stark ausgebaut: neue Stadtteile entstanden, Lokale wurden eröffnet und selbst die Busrouten verändert... was Reiseführer schlagartig veralten lässt.
Deshalb sei hier gern der profunde Reiseführer von Markus Brühmann empfohlen, der nicht nur auf dem Mainstream wandelt:
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Beachtenswert:

Neben dem zweiten Reiseführer "Rio Budget" von Marcus Brühmann ist dies der einzige deutschsprachige Reiseführer der die neuen Bus-Linien berücksichtigt.
Der Preis beträgt bei Bücher.de und bei Amazon 22,99EUR.

Eine weitere Quelle ist auch online zu finden: gotobrazil.de

Viel Spaß beim entdecken...

Making a great Cachaça



– single source – small batch – tropical aged – hand bottled in Brazil –

Der "Congreso del Ron" prämiert die besten Spirituosen: Gold und Silber für Avuá

Viele reden über Qualität - nur wenige liefern. Großartig, wenn eine Destillerie für den betriebenen Aufwand belohnt wird. Nachdem Avuá in Deutschland schon auf dem German Rumfestival von einer Jury mit Gold- und Silber prämiert wurde, setzt sich der Erfolg fort.

Die unabhängige Jury des "Congreso Del Ron" in Spanien hat gerade die Gewinner der Medaillen verkündet. In der Kategorie Cachaça gab es nur einen Preisträger: Avuá!

Avuá prata gewann Silber
Avuá amburana gewann Gold

Die Freude ist natürlich riesig: "I'm very excited that Avuá has won the gold and silver Awards for the Cachaça Category for the Congreso del Ron de Madrid!" twittert Nate Whitehouse von Avuá.
Sie waren damit die einzigen Cachaças, die prämiert wurden. Es scheint, als könne Avuá es in Europa schaffen, eine ganze Kategorie auf ein neues Qualitätslevel zu heben. Es wäre wünschenswert, wenn andere Hersteller folgen und statt Masse Klasse liefern. Von Anfang an stand die Qualität auf der Fazenda da Quinta im Mittelpunkt der Herstellung. Schön wenn es gelingt, dies auch dauerhaft umzusetzen.

In einem Markt, der durch industriell hergestellte Cachaças dominiert wird, setzt Avuá neue Standards. Es gab in Europa noch keinen Cachaça, der von unabhängigen Juries in verschiedenen Ländern so bewertet wurde.

Ein Grund zu feiern! Bei Avuá stimmen Flaschendesign und Inhalt.

09/05/2015 14:00 // Hotel Michelberger, Warschauer Str. 10243 Berlin 
Tasting: Cachaça discovered with Peter Holland and Avuá

Cachaça, der Geist Brasiliens, ist das älteste Zuckerrohr-Destillat in der Neuen Welt und trotz dem ist traditioneller Cachaça in Deutschland weitgehend unbekannt. Diese Spirituosengattung verfügt über mehr als zwanzig regionale Stile, über Reifemöglichkeiten in fast dreißig Hölzern wie Amburana, Jequitibá und Bálsamo. David Wondrich nennt sie "eine zutiefst handwerkliche Spirituose, die einen subtilen Geist schafft".

Peter Holland (UK), der bekannte Rum-Connaisseur lädt zusammen mit Diego Mioto (Brasilien) und Nate Whitehouse (New York) von Avuá zu einem Tasting ein, um seine Perspektive mitzuteilen und zu zeigen, wie Cachaça in die klassische Zuckerrohr-Welt mit englischen, karibischen und spanischen Rums einzuordnen ist, und wie sich die Cachaçaproduktion seit den Anfängen entwickelte, als die ersten angolanischen Sklaven aus Zuckerrohrwein Cachaça herstellten und später daraus Rum auf Barbados entstand. Und wie es sich fortsetzt.

Nate Whitehouse wird profund auf die handwerkliche Produktion von Avuá eingehen und den jahrhundertealten Geist des pulsierenden, komplexen und leidenschaftlichen Landes auch anhand von Fotos und Videos zeigen.

"Kein anderer Cachaça ist eindeutiger den Barkeepern gewidmet als Avuá" so schreibt es das Magazin "Saveur's". Avuá ist ein single-Estate Cachaça, der in Amburana und Eiche reift und weithin als eine der höchsten Cachaça-Qualitäten außerhalb Brasiliens bekannt ist.

Peter Holland ist besser bekannt für seine Lifestyle-Website, die sich mit Rum, Rhum und Cachaça auseinander setzt:TheFloatingRumShack.com. Er hat Zuckerrohr-Destillate zu seinem Lebensinhalt gemacht: weit gereist und erfahren, liebt Peter jetzt nichts mehr, als seine Leidenschaften zu teilen, um das Profil aller Zuckerrohr-Spirituosen auf das Niveau zu heben, das sie verdienen.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme
und würden gern gemeinsam Cachaça genießen.

Cocktail² - Bom Dia

Ein luxuriöser Morgengruß: Cachaça avuá prata und tasmanischer Leatherwood-Honig in Verbindung mit Espresso und Orangensaft ergeben ein kräftiges Bom Dia - Guten Morgen!

Der "Bom Dia" ist ein Cocktail vom Top-Ten Barkeeper der DBU Sebastian Arndt, der damit um die Stimmen der Früh- und Spätaufsteher beim Wettbewerb "Cocktail²" wirbt.

Meine Stimme ist ihm sicher... fehlt noch die des geneigten Lesers... und hier ist das Rezept und die Möglichkeit zum Voten.

Den Gewinner des 5. German Rumfestivals, den Cachaça avuá prata gibt es übrigens bei Casa Cachaça.

Ein Cocktail für die opulenten Momente des Lebens!

Die BRYK-Bar in Berlin macht's wie immer nur etwas anders:


Die BRYK-Bar in Berlin macht's wie immer, nur etwas anders - und so lautet es dann...

"Cachaça - ein mystischer brasilianischer Schatz. Tauch mit uns ein in die Welt des Zuckerrohrbrandes und entdecke die unglaubliche Komplexität der Brasilianischen Spirituose. Wir präsentieren ihn Dir pur oder gemixt, BRYK Style natürlich. Dazu reichen wir Dir original brasilianische Snacks. Erlebe mit uns das Gefühl mitten in Südamerika zu sein und vergiss die eisige Kälte vor der Tür."

Auf der Spirituosenliste steht der Gewinner des 5. German Rumfestivals, der Avuá prata, der Seleta, der Gewinner des 4. German Rumfestivals, der 5 jährige Saliboa, der junge Praianinha und noch ein paar andere Meisterwerke des brasilianischen Brennereihandwerks.


SAVE THE DATE - 28.01.2016 // 19:00 Uhr in der BRYK Bar.

Wir freuen uns auf Dich!
Dein BRYK Bar Team

An Italien goes to Brazil

Eine amerikanische Abwandlung des Negronis. Der Cachaça spielt hier eine größere Rolle als beim Original  der Gin. Der New Yorker Barkeeper entschied sich, einen milden Cachaça zu nehmen, der aber noch komplexe Zuckerrohraromen besitzt.

4 cl Cachaça avuá prata
1,5 cl Campari
1,5 cl Vermouth (süß)

Im Glas ordentlich auf möglichst große Eiswürfel rühren und mit einer Orangenzeste abspritzen.

Master Blender gibt es reichlich, aber Frauen brennen viel zu selten.

Hierzulande ist die Frauenquote ein viel diskutiertes Thema. Was für DAX-Vorstände gilt, ist in der Branche der Destillateure fern der Realität, oder? Frauen nimmt man deutlich weniger war, als manch lauten Master Blender.


In Brasilien ist das Brennereihandwerk seit Ewigkeiten von Männerhand dominiert. Es gibt aber zwei Koryphäen, die Destillate herstellen, die zum Besten gehören, was die Szene zu bieten hat. Katia und Maria sind die Frauen, die das Handwerk von klein auf gelernt haben. Sie sind quasi mit dem Zuckerrohr groß geworden und es hat eine Weile gedauert, bis beide auch an die Kupferkessel durften. Maria produziert in Eigenregie die Marke “Maria Izabel“ in Paraty. Katia erobert sogar Amerika und seit jüngstem auch Europa mit dem “avuá“.

Seit Katia auf der Fazenda da Quinta das Ruder übernommen hat, fließt einer der mildesten und komplexesten Cachaças aus den Kupferbrennblasen. Sie sagt, "Cachaça sei in ihrer DNA". Schon als Kind sprang sie zwischen den Gärbottichen herum und inhalierte den Duft von Zuckerrohrsaft, Cachaça und Amburana-Holz. Sie lernte wie man Zuckerrohr erntet. Ein Wissen das sie heute an andere weitergeben muss. Die Landflucht in Brasilien zeigt seine Spuren und führt schon zum Fachkräftemangel auf den Fazendas. Sicher weiß jeder, dass Zuckerrohr tief abgeschnitten werden muss, sagt sie - aber was heißt tief und wie tief ist wann richtig? Die Arbeiter mochten die Einweisungen auf dem Feld nicht und erst recht nicht, dass Katia auch noch beobachtete, wie gearbeitet wird. Dabei war es ihr egal ob viel oder wenig gearbeitet wurde - viel wichtiger war ihr, dass richtig geerntet wurde.

Sie ist da sehr penibel. So engagierte sie auch einen Lebensmittelchemiker und einen Ingenieur um die Lagerung in Amburana-Holz optimal umsetzen zu können. Freunde sagen von ihr, dass alles was sie macht selten spontan ist. Ihre Entscheidungen sind immer „ausgearbeitet“. So begann sie die Alambique im Jahr 2004 umzubauen, um die Gravitationskraft nutzen zu können. Die Arbeit wurde damit weniger kraftaufwändig. Dem Zufall überlässt sie nichts. Die Qualitätskontrolle übernimmt sie selber, aber auch externe Prüfer kontrollieren Säure-, Kupfer, Saccharose-, Methanol- und Alkoholgehalt und den technischen Ablauf. Das sei ihr wichtig, weil es Sicherheit gibt.

Jetzt läuft es rund. So hat sie nicht nur Medaillen für ihren Cachaça avuá gewinnen können, sie ist auch in der Lage zu exportieren.

Wenn es Frauen geschafft haben die Verantwortung für Spirituosen zu übernehmen, dann ist es ihnen stets mit Meisterwerken gelungen. Viele sind es nicht. Die Liste der Frauen an den Kesseln ist doch recht kurz - und sie ist hoffentlich nicht vollständig: 
  • Joy Spence: Master Blender, Appleton Estates Rum, Jamaica
  • Bridget Firtle: Owner/Distiller, The Noble Experiment, Brooklyn
  • Pierrette Trichet: Cellar Master, Rémy Martin Cognac
  • Rachel Barrie: Master Blender, Morrison Bowmore in Schottland
  • Joanne Moore: Master Distiller von Bloom London Dry Gin,
  • Melanie Asher von Macchu Pisco in Peru,
  • Sonja Kassebaum aus Chicago’s North Shore Distillery,
  • Laura Dierks im Brooklyn’s Van Brunt Stillhouse und
  • Maggie Campbell, Head Distiller in Ipswich, bei Privateer Rum


Cachaça wird immer teurer.

Die Welt schrieb vor kurzem in einem längeren Artikel über die Nationalspirituose Brasiliens. Wie die WELT schreibt, ist Cachaça im Vergleich zum gleichfalls aus Zuckerrohr gebrannten Rum das qualitativ viel hochwertigere Destillat – nur hat sich das bisher noch nicht so richtig herumgesprochen.

Über viele Jahre griffen Brasilianer, die es sich leisten konnten, lieber zu westlichen Spirituosen anstelle von inländischen Produkten, besonders Whisky der Sorte Johnny Walker war beliebt. Doch seid dem sich Brasilien erfolgreich um internationale Anerkennung und Exklusivität gekümmert hat, ist auch in Brasilien das Prestige von Cachaça gestiegen.

In den USA darf er jetzt als "Cachaça" vertrieben werden und muss nicht mehr mit der Bezeichnung "Brasilianischer Rum" gekennzeichnet werden.



In den letzten 5 Jahren verzeichnet Cachaça in Brasilien einen Absatzrückgang um 10%, jedoch stieg im gleichen Zeitraum der Umsatz um 2,5%. Das heißt Cachaça wird teurer. Der Konsument ist bereit, für eine höhere Qualität auch mehr Geld auszugeben. Es wird nicht einfach Cachaça getrunken - es wird Cachaça artesanal genossen.

Jeder Brasilianer trinkt im Schnitt erstaunliche 20 Liter pro Jahr - das ist 10-mal soviel, wie Wein. Neben Cachaça spielt nur Bier noch eine nennenswerte Rolle, von dem rund 60 Liter pro Jahr getrunken werden - das ist rund die Hälfte des deutschen Konsums. Wer sich eine Übersicht über traditionellen Cachaça verschaffen will, dem sei www.cachaca-online.de/shop1 empfohlen.

2 Cocktail-Geheimnisse: Wie man zu intensiveren Aromen kommt.

Hot Rum wurde in der Kolonialzeit im Winter getrunken und bestand aus Rum, Wasser und Gewürzen. Wer es sich leisten konnte fügte noch Zucker hinzu. Geschmacklich war das wenig überzeugend. Vollmundig wurde auch im Mittelalter anders definiert.

Was kann man jedoch tun, um dieses Getränk aufpeppen zu können? 

Säfte standen nicht wirklich zur Verfügung. Was es aber gab, war Butter! Und diese hat eine wunderbare Eigenschaft: sie verstärkt die Aromen der Gewürze.

Das ist aber noch nicht alles! 

Noch mehr Aromen liefern Spirituosen, die in aromatischen Hölzern lagern. Umburana ist so ein aromatisches Holz. Es wächst in Brasilien. Eine Spirituose, die in Umburana lagert ist der SELETA - ein Cachaça.

Wenn man das Basisrezept dann noch mit Orangensaft zubereitet, entsteht ein wunderbares Getränk.

Das Ergebnis: Cachaça - hot buttered

  • 1TL Gewürzbutter (Cardamom, Zimt, Nelken, Zimt, Honig, Vanille)
  •   5 cl SELETA (2 Jahre in Umburana gelagert)
  • 20 cl Orangensaft

Die Gewürzbutter kann man wie folgt zubereiten: Honig vorsichtig im Topf schmelzen, Butter hinzugeben und mit Gewürzen (z.B. Vanille, Cardamom, Zimt, Nelken, Sternanis) ergänzen. Diese Mischung langsam abkühlen lassen. damit sich die Aromen entfalten können.

Für das Getränk, muss man nur noch den Orangensaft erhitzen (nicht kochen) und dann mit Cachaça und etwas Gewürzbutter würzen. Zur Erweiterung Muskatnuss darauf reiben.

Das Mittelalter mag seine schönen Seiten gehabt haben. Mancher Drink ist in der heutigen Zeit besser aufgehoben... nicht nur, weil die Auswahl an Cachaça heutzutage größer ist.

Tag der Marine - ein Feiertag



In Brasilien gibt es einen Feiertag, der in Deutschland einfach nicht vorhanden ist: der Tag der Marine.

Der Tag geht auf Joaquim Marques Lisboa zurück, der nach den Überlieferungen nicht nur ein heldenhafter Verteidiger der Heimat war, sondern auch zu Friedenszeiten Menschenleben rettete. Er wurde am 13. Dezember 1807 geboren und war später Vorsitzender des Militärgerichts in Brasilien. Als die Republik Brasilien mit Unterstützung eines Militärputsches 1889 ausgerufen wurde, blieb er im Amt, weil er nicht Teil der Monarchie war, sondern für Gerechtigkeit einstand.

Der Tag der Marine wird in der Brasilianischen Botschaft in Berlin mit einem Festakt gefeiert - und natürlich wird dabei mit der Nationalspirituose Cachaça angestoßen zu der die Seefahrer ein besonders inniges Verhältnis besaßen. Schließlich hatten sie als Matrosen als Teil ihres Lohnes Anspruch auf den Schnaps.

In der Botschaft wird übrigens mit dem SALIBOA angestoßen, der jüngst auf dem GERMAN RUM FESTIVAL in Berlin mit GOLD ausgezeichnet wurde.

Big Business: Rapper and Spirits (II)

Die Welt der Rapper mit Spirituosen ist mit Snoop Dogg vergrößert worden. Auch wenn sich Leblon gern mit Prominenz ablichten lässt, gab es bis dahin noch keinen "Celebrity-Cachaça". Sagatiba hat es vor Jahren probiert, ist damit aber gescheitert.

Wie sieht es aber bei Wodka und Co aus?

Puff Daddy, P. Diddy (bürgerlich: Sean Combs) ist seit 2007 für Diageo unterwegs, um den "ultra-premium" Wodka CÎROC, zu promoten. Tatsächlich wurde der auf Weintrauben basierende Wodka eine Erfolgsgeschichte im Bereich der "Celebrity Spirits". Der Wodka wurde auch als Peach, Coconut Red Berry, Amaretto und zuletzt als Pineapple herausgebracht. Er kostet zwischen 25 und 30 Euro.

P. Diddy ist auch Partner an einem 50/50 Joint Venture mit Diageo für die Tequila-Marke DELEÓN, der zwischen 140 und 825 US$ kostet.

Move B*tch performer Ludacris ist Mitinhaber der Cognac-Marke CONJURE. Er soll sogar selber Hand angelegt haben bei der Herstellung. CONJURE Cognac ist ein Blend der Ugni-Trauben aus verschiedenen Cognac-Regionen, wie Grande Champagne, Petite Champagne und Borderie, die in Zusammenarbeit mit Kim Birkedal Hartmann, dem Besitzer von Birkedal-Hartmann. Der Cognac kostet etwas mehr als 30 Euro.

Rapper Pitbull, ist der offizielle Botschafter für den "Low Calorie" VOLI VODKA. Er featured das Getränk in seinem Song "Give Me Everything" und verweist im Songtext in "Rain Over Me" auf ihn. VOLI Lyte wird in den USA als erster "Diät-Vodka" bezeichnet, in Europa darf er aufgrund seines niedrigen Alkoholgehalts diese Bezeichnung jedoch nicht tragen. VOLI Lyte kostet hierzulande 40 Euro. Im Mai dieses Jahres verklagte Pitbull die New Amsterdam Spirits Company, eine Tochtergesellschaft von E & J Gallo Winery, für die Benennung eines ihrer Wodka-Cocktails "The Pit Bull", der auch VOLI VODKA beinhaltet. Für rund 40 Euro ist er käuflich.

US-Rapper Xzibit startete seine eigene Ultra-Premium-Tequila Marke BONITA in Zusammenarbeit mit Bonita Spirits. Xzibit, der Tracks wie "Front 2 Back" und "Multiple" zu seinen Hits zählt, wurde Partner von Bonita Spirits, die 2010 gegründet wurde. Besitzer Chris Brown schickte ihm eine der ersten Flaschen Tequila, um ihn zu probieren. Er wird 100%ig aus blauer Bio-Agave hergestellt, dreimal kaltfiltriert und in Mexiko in eine Kristall-Flasche mit einer schwarzen Satin-Krawatte abgefüllt. Für 100$ wird er in den USA gehandelt.

Pharrell Williams ist ein weiterer Diageo-US-Rapstar der "Krawatten"-Connection" angeworben der Getränkeriese. Mit "Happy" und "Blurred Lines" ist Musikproduzent und Hip-Hop-Sänger Pharrell Williams auch Frontman für die Markteinführung der femininen QREAM Liköre im Jahr 2010 "to celebrate the beautiful, independent and sophisticated women of today". Allerdings drehte sich die Beziehungen im Januar 2013, als Williams Diageo auf 5 Mio. US $, verklagte und behauptete, die britische Gruppe sei für das Scheitern der Marke.

Mit der Einführung von LE SUTRA nahm Timbaland sich die Neuerfindung der Likör-Kategorie im Jahr 2012 vor. Er holte dafür die ehemaligen Sidney Frank und Grey Goose Unternehmer ins Boot. Die Spirituose ist von der Kama Sutra Mantra "der Geist, der uns zusammenhält" inspiriert. LE SUTRA ist in vier Geschmacksrichtungen erhältlich: Traube, Pfirsich, Erdbeere und Heidelbeere.

"Alles, was ich erstelle ist bahnbrechend und bei LE SUTRA ist das nicht anders", sagt Timbaland. "Mit seinen innovativen Zutaten und dem Design, ich bin zuversichtlich, dass wir eine treue und eklektische Kundenbasis gewinnen. Mein „infectious-Style“ hat dazu beigetragen, Karriere bestimmende Hits für Künstler weltweit zu produzieren, und jetzt garantiere ich einen weiteren Hit mit LE SUTRA." Der Preis liegt bei 30 Euro pro Flasche.

Auch wenn es offiziell noch nicht bestätigt worden ist, besitzt Jay Z (bürgerlich: Shawn Carter) eine Beteiligung an der Premium-Cognac Marke USSÉ. Er wurde gesehen, wie er aus seiner Grammy-Trophäe 2013 "seinen" USSÉ trank. Allerdings ist es möglich, dass sich Jay Z aus seiner eigenen Cognac Marke zurückzieht, um sich auf seine Neuerwerbung, dem ARMAND DE BRIGNAC Champagne fokussieren zu können. Der Champagne kostet in Deutschland zwischen 385 und 2.335 Euro pro Liter.

Big Business: Rapper and Spirits (I)


Ein Rapper kümmert sich um den Haushalt: Snoop Dog ist in Sachen Cachaça unterwegs! Er sagt, er wolle Cachaça in den USA so vertraut machen, wie einen Haushaltsgegenstand. Ob das Zuckerrohrdestillat auch seine Frauen ersetzen wird, ist nicht bekannt.



Um den Roll-out in den USA zu unterstützen, haben sich CUCA FRESCA und Snoop Dogg mit der Spirits Consulting Group (SCG) in den USA zusammengeschlossen.

Snoop Dogg folge seiner Begeisterung für die brasilianische Kultur und ist heiß auf die „Verbreitung des Wortes über Cachaça“ und die tolle Stimmung sowieso. Er ist dabei für eine der am schnellsten wachsenden Spirituosenkategorien in den USA auf Tour. Ist er der Begleiter der nächsten "it-spirit-generation"?

Chili in Cocktails - zu scharf?!

Chili in Cocktails ist eine heikle Angelegenheit. Da die Schärfewahrnehmung sehr individuell ist, kann es schnell passieren, dass der Cocktail „verbrennt“ und die Stimmung hin ist.

Eine Lösung hierfür: die Habanera – eine Chilischote mit rund 50.000 Scoville. (bei 16 liegt die Wahrnehmbarkeitsschwelle – die schärfste Chilisoße der Welt hat 9.000.000). Die Habanera entfaltet ihre Schärfe langsam und klingt nach einem kurzen Höhepunkt wieder ab. Hier ein Basis-Rezept von Sebastian Arndt.

5 cl Cachaça SELETA (Import durch JERICOA)
2 cl Vanillezucker
Brombeeren
Chilischote – ein kleiner Streifen

Das Glas mit etwas Chili und Eis „ausspülen“, damit die Schärfe ins Glas kommt. Die restlichen Zutaten mit Eis shaken, in ein Cocktailglas geben und mit Brombeeren und Chili dekorieren. Die Dosierung der Chili bedarf erhöhter Aufmerksamkeit! Falls im Glas mit dem Trinkhalm „herumgespielt“ wird, entfaltet sich die Chili mit ganzer Wucht…

Ein Rezept, das Sebastian Arndt von der BAR FORCE in Dresden kreiert hat. Viel Spaß mit gerührtem, geschütteltem oder puren Cachaça.
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