GERMAN RUM FESTIVAL: Gold für SALIBOA


Der SALIBOA aus Minas Gerais gewann beim 4. German Rum Festival in Berlin Gold.

Der Newcomer aus Brasilien konnte die Jury begeistern und den mit viel Aufwand im Markt platzierten LEBLON hinter sich lassen.

Der Alambiqueiro wählte für diesen Cachaça ein ungewöhnliches Hartholz: Ipê amarelo. Dieses zeichnet sich durch eine feine aber schwer extrahierbare Aromenstruktur aus. Um diese dennoch in ausreichendem Umfang erschließen zu können, musste auf ein entsprechend hohes Alkoholniveau zurückgegriffen werden: 45,5% sind in Brasilien nichts Außergewöhnliches – hierzulande ist er der stärkste Cachaça.

Das Ergebnis ist ein feingliedriger Cachaça, der mit Feindynamik und Harmonie bei der Aromenentfaltung aufwarten kann. Es gibt Cachaças, die mehr Charakter zeigen und es gibt Sorten, die langweiliger und ausdrucksloser abgefüllt werden.

Der SALIBOA bleibt jenseits des Mainstreams, aber irritiert nicht mit ungewöhnlichen Nuancen, er ist interessant genug, um als Verführer wahrgenommen zu werden. Man verbringt gern die Zeit mit einem starken, aber sanftmütigen Cachaça, der nach und nach in der Lage ist, seine Facetten zu offenbaren.

Die Jury platzierte den LEBLON vor dem DELICANA BÁLSAMO 10 ANOS.

Der SALIBOA wird übrigens in Keramik-Karaffen abgefüllt, da das in Ipê amarelo gelagerte Destillat ähnlich wie Rotwein unter Lichteinfluss seine Aromenstruktur verändert.

1. Platz – SALIBOA 5 Jahre
2. Platz – LEBLON
3. Platz – DELICANA BÁLSAMO


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