Cachaça bald Brazilian Rum?

Seit dem 4. März wird im brasilianischen Nationalkongress über die Rahmenbedingungen für die Cachaça-Herstellung beraten. In den verschiedenen Ausschüssen des brasilianischen Parlaments werden verschiedene Aspekte, wie die Besteuerung der Produktion (IPI), die Zusammenarbeit in Kooperativen, den Vertrieb des Destillates und die Art der Herstellung an sich beraten. Ziel ist es auch, zu vermeiden, dass Ausländer in Brasilien selber mit Cachaça handeln. So soll in Zukunft das Landwirtschaftsministerium eine Autorisierung für den Handel erteilen. Es wird überlegt, den Steueranteil der Herstellung (IPI) von derzeitig 60% auf 5-10% zu senken. So soll die Schwarzbrennerei eingedämmt werden.

Spannend wird sein, wie die Verordnungen die industrielle Massenproduktion und die traditionelle Herstellung behandeln werden. Nach ersten Stellungnahmen ist zu befürchten, dass der Gesetzesrahmen auf die Massenherstellung zugeschnitten ist. Cesar Rosa - Präsident des Instituto Brasileiro da Cachaça (IBRAC) ist der Meinung, dass Cachaça gleich Cachaça ist und vergleicht dies mit Rum und Tequila. Da gebe es auch keine Differenzierung in Massenproduktion und handwerklich produzierte Destillate.

Für das Ausland erscheint die Fragestellung, ob Cachaça in Zukunft nicht als Brazilian Rum vermarktet werden soll, am wichtigsten. Der weltweit am meisten getrunkene Cocktail - die Caipirinha - soll ebenfalls standardisiert werden und per Gesetz einen Alkoholgehalt von 15-16% besitzen dürfen.

Es besteht die Gefahr der Überregulation.... aber nichts wird so heiß gegessen, wie gekocht wird und bevor das Gesetz in Kraft tritt, wird noch viel Wasser den Amazonas herunter fließen...
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