Die Eiche wird heimisch - in Brasilien

Spirituosen werden gern in Holzfässern gereift. Ganz populär ist da die Eiche: ob Rum, Bourbon, Cognac oder Whisky - alle nutzen das Holz, das Vanille - und Honig-Aromen abgibt und dafür sorgt, dass der Säuregehalt des Destilltes spürbar sinkt.

In Brasilien wurde das Holz der Eiche seit dem Anfang der Cachaça-Produktion genutzt, um in ihm das Destillat aus frischem Zuckerrohrsaft aufzubewahren. Die Portugiesen schickten ihren Rotwein seit 1500 in die neue Kolonnie, in der er besonders gern von der neuen Oberschicht genossen wurde. Die leeren Fässer eigneten sich bestens, um den produzierten Cachaça aufzubewahren. Als sich auch noch herausstellte, dass der darin aufbewahrte Cachaça beliebter war und teurer verkauft werden konnte, als das junge ungereifte Destillat, war der Siegeszug der Eichenfassreifung auch in Brasilien nicht mehr aufzuhalten.

Die Eiche ist somit - man mag es kaum glauben - eine sehr typisch brasilianische Methode der Cachaça-Reifung.

Mittlerweile ist die Eiche in Brasilien heimisch geworden und gedeiht prächtig. In der Reifung spielt sie nach wie vor die bedeutendste Rolle: rund ein Viertel der Destillate wird darin gereift.

Insgesamt dürfen derzeitig 25 Holzsorten offiziell verwendet werden. Hölzer wie Louro Canela, Bálsamo, Itiuba und Grápia geben einen ganz eigenen Geschmack und sind sogar noch etwas länger in Brasilien beheimatet.

Eine Auswahl von Cachaças, die in Eiche reiften, gibt es hier.
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